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KAISER-JEEP





Erst 1963 wurde Willys Motors (bis 1952 Willys-Overland) in Kaiser Jeep Corporation umbenannt.

Am 12. November 1954 wurde dem CJ-3B ein neues Modell zur Seite gestellt, der CJ-5.

Er basierte auf dem Militär-Jeep MD-38 A1.


Gladiator und Wagoneer:

Der neue Jeep Wagoneer, entwickelt von Kaiser-Jeep, war bei seiner Vorstellung im November 1962 eine Sensation. Der Wagoneer repräsentierte ein bis dahin noch nicht gekanntes Niveau an Komfort und Raffinesse mit Allradantrieb.

Der Super Wagoneer
war ein top-ausgestattetes Fahrzeug mit einem hoch verdichteten 5,3 Liter mit Vierfachvergaser und 270 PS. Dazu kam eine Automatik mit Wählhebel an der Lenksäule und einem Dana Verteilergetriebe.

Servobremsen, Servolenkung und Klimaanlage waren serienmässig.
Die Lenksäule war verstellbar, die konturierten Sitze waren mit hochwertigem Leder gepolstert, der Fahrzeugboden mit Teppichen ausgelegt. Der Rückspiegel verfügte über eine Abblendautomatik. Automatische Sicherheitsgurte waren serienmässig, genauso wie die getönten Scheiben und die elektrisch betätigte Heckklappe.

Der Jeep Gladiator Pick-up gab Kaiser Jeep die Chance sich mit den "Big Three" aus Detroit zu messen, vor allem was Styling sowie Ausstattung anging. Das Kaiser-Jeep Team hatte die neuen Fahrzeuge während fünf Jahren entwickelt und war mit Recht Stolz auf seine Arbeit.

   

         

 
 

 

 
 
JEEP
1953 - 1970


by Kaiser Frazer
 
     



  Die Kaiser-Frazer Corp. wurde 1945 vom Industriellen Henry J. Kaiser und dem Autobauer Joe Frazer gegründet. Bis 1954 wurden rund 25 Modelle gebaut.
 
1953 übernahm die Kaiser-Frazer Corp. die Produktionsanlagen, die Fabrikationsgebäude sowie andere Einrichtungen von Willys-Overland Willys-Overland wurde in Willys Motors Inc. umbenannt.
   
  1966 hatte man bei Kaiser-Jeep die Idee, den Wagoneer noch luxeriöser zu bauen. Dieser voll ausgestattete "Allrad-Rolls" beeinflusste den Trend der SUV späterer Jahre.
   
 
   
  Der 1970 erschienene "Range Rover" wird in den meisten Publikationen gerne als der "erste" Luxus-Allrad bezeichnet. KAISER-JEEP baute aber ein solches Fahrzeug bereits 4 Jahre früher.
SUV: Mitte der 70er Jahre bewarb die General-Motors-Division den 1969 erschienenen "Blazer" erstmals offiziell als "Sport Utility Vehicle" und kreierte damit einen Begriff, der heute in der gesamten Automobilindustrie gebräuchlich ist.
   
  Henry J. Kaiser
wurde berühmt
durch seine geschweissten Schiffsbauten,
die in den Kriegsjahren
lebenswichtig
waren, um den Nachschub zu den europäischen
Verbündeten zu
transportieren.

Kaiser-Frazer
entwickelten das "Ponton-Prinzip"

  Anstelle des separaten Rahmens mit aufgeschraubter Karosse hatten diese Autos eine selbsttragende Karosserie. Die Vorzüge der Pontonkarosserie in Form von besserer Raumausnutzung und Übersichtlichkeit waren unbestreitbar.

September 1953: Der neue Mercedes Typ 180
Dieses Auto, nach dem Ponton-Prinzip des Amerikaners Kaiser-Frazer aufgebaut, war der erste Mercedes mit einer selbsttragenden (Daimler-Bezeichnung „mittragenden“) Karosserie, der ohne separaten Rahmen auskam. Ein modernes Auto also mit integrierten Kotflügeln. (Zitat)
     
  Frazer 1949

     
  Kaiser
"Manhatten"
1950




 

     
  Die verbesserte Version - gegenüber dem aus dem zweiten Weltkrieg stammenden Jeep MB - der M38 sowie dessen spätere neu konstruierte Version, der M38A1, waren für KAISER-JEEP ein grosser Erfolg. Insgesamt wurden über 150'000 dieser Fahrzeuge hergestellt. 1960 begann die Firma mit ihrem ersten zivilen Regierungsauftrag, nachdem sie den Wettbewerb zur Entwicklung und Produktion eines ¼-Tonnen-Lieferwagens für das U.S. Post Office gewonnen hatte.

Das Jahr 1964 war ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte der
Firma. Zu Beginn jenes Jahres erwarb die Kaiser Jeep Corporation die Fabrikationseinrichtungen der Studebaker Corporation an der Chippewa Avenue in South Bend, Indiana. Während der folgenden 25 Jahre produzierte dieser Betrieb annähernd 112'000 5-Tonnen- sowie 150'000 2,5-Tonnen-Lastwagen für die Streitkräfte der freien Welt.
1965 konstruierte und entwickelte die Firma den 1¼-Tonnen-Lastwagen M715, der von der U.S. Army als Ersatz für den M37 gekauft wurde. Die Lieferung von über 33'000 dieser Fahrzeuge begann 1967.

1967 bildete die Kaiser Jeep Corporation eine spezielle Abteilung, welche sich ausschliesslich der Erforschung, Entwicklung und Herstellung von Fahrzeugen im Auftrag der Regierung widmete. Die Defense and Government Products Division war die direkte Vorgänger-Organisation von AM General (HUMMER).

1960 schloss die Firma einen Vertrag mit dem U.S. Post Office zur Herstellung des ¼-Tonnen-Lieferwagens DJ-5 Dispatcher. Über 150'000 Dispatcher wurden hergestellt. Zusätzlich zum DJ-5 entwickelte die Firma die FJ-8 1/2-Tonner-Serie sowie die FJ-9 1-Tonner-Serie der Postdienstwagen. Insgesamt wurden 35'000 1/2-Tonnen- und 4'000 1-Tonnen-Lieferwagen an den U.S. Postal Service sowie an andere kommerzielle Verwender geliefert.

Der CJ-5 war in jeder Hinsicht mehr Jeep:

Mit seiner bulligen leicht abgerundeten Form bot er ein gewisses Mass an robuster Eleganz.

Der Radstand wuchs von 2033 auf 2057 mm. Auch das Leergewicht war höher, 982 gegenüber 968 kg.

Preis bei Einführung: 1476 Dollar.


Mit insgesamt 28 Jahren Bauzeit 
sollte sich der CJ-5 als der langlebigste in der Baureihe der CJ  Modellpalette erweisen. Grundzüge der Form fanden eine Fortsetzung im nachfolgenden CJ-7, bis heute im Jeep Wrangler.


Kaiser-Jeep: CJ-5
als Militärfahrzeug.

Kaiser bot den CJ-5 als preisgünstiges Militärfahrzeug an. Die korrekte Bezeichnung wäre CJ-5A2/A3. Der Umbausatz bestand aus Tarnleuchten, einer militärischen Anhängevorrichtung, olivgrüner Lackierung und einigen weiteren militärspezifischen Abänderungen (Kettenfach im Motorraum, Schaufel und Axt etc.). Der Unterschied zwischen den Modellen A2 und A3 bestand nur in einer zusätzlichen elektrischen Anlage mit 24 Volt zum Betrieb der in der NATO üblichen Funkgeräte. Mit einem Umbausatz konnte der A2 in einen A3 umgerüstet werden. Der M38-A1 war die eigentliche Vollversion des CJ -Civil Jeep 5- für militärische Einsätze.



Frontlenker

Einer der innovativsten Entwürfe von Kaiser-Jeep war der Frontlenker - bekannt unter der Bezeichnung "Forward Control" oder FC.

   
 

DJ3A55-64.jpg (16642 Byte)

Im Juli 1960 erhielt das Unternehmen den ersten von vielen Aufträgen für den US Postal Service.
 

DJ3B1958.jpg (22376 Byte)

Es entstand der "Fleetvan" mit einem Aufbau in dem man stehen konnte.
 
  Am 12. November 1954 wurde dem CJ-3B der CJ-5 zur Seite gestellt. Der CJ-3B wird parallel dazu, bis 1964 weitergebaut.
   
 

  KAISER-JEEP M-715

Den M-715 gab es als Ambulanz unter der Bezeichnung M-725 und mit Kastenaufbau hiess er M-726
.

AM-General baute ab 1970 eine modifizierte Version, den AM-715, der an ausländische Streitkräfte verkauft wurde.
 

 



Diese Idee war der Zeit lange voraus.

Das Fahrzeug war mit zwei Baulängen als Pick-up, Pick-up mit vierer Kabine, mit Ganzstahlaufbau, als Kipper oder als Kleinbus erhältlich.

Auch als Sattelzugmaschine konnte der FC eingesetzt werden.
Diese Fahrzeuge hatten anstelle der Ladefläche eine Sattelkupplung, druckluftunterstützte Bremsen sowie eine spezielle Beleuchtung.



 

 
 

 

KAISER-JEEP Gladiator 1967

         
 

1970 brachte das Ende der Kaiser-Ära. Edgar Kaiser, zu der Zeit Vorstandsvorsitzender der Kaiser-Gruppe, setzte neue Prioritäten und konzentrierte sich auf Bergwerke, Aluminium, Chemie und Bau.

Der Verkauf von Jeep war eine der Möglichkeiten, sich verstärkt auf das Kerngeschäft zu beschränken. Ein Verkauf an die "Grossen Drei" schien aussichtslos, denn jede der Firmen hatte eigene Allradfahrzeuge und Trucks im Programm.

Da betrat die American Motors Corporation (AMC) die Bühne. Seit vielen Jahren hatte die Firma 1968/69 erstmals wieder Gewinne eingefahren. Und AMC hatte weder Trucks noch Allradfahrzeuge in ihrem Programm.

Die beiden Unternehmen erarbeiteten ein Modell, nach dem AMC Jeep kaufte. Ein Teil wurde bar bezahlt, ein Teil in Form von Aktien.

Kaiser erhielt dadurch eine Geldspritze und mit seinem Aktienanteil die Möglichkeit, jederzeit wieder im Automobilgewerbe tätig  werden zu können. Die Kaiser-Group hielt 22 Prozent  der Stammaktien von AMC und war damit der grösste Aktionär.

     

 

           

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