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AMC
American Motors
Corporation
1954 - 1986

1964 erwarb die Kaiser Jeep Corporation die Fabrikationsein-richtungen der Studebaker Corporation an der Chippewa Avenue in South Bend, Indiana. Während der folgenden 25 Jahre produzierte dieser Betrieb annähernd 112'000 5-Tonnen- sowie 150'000 2,5-Tonnen-Lastwagen für die Streitkräfte der freien Welt.

AMC startete 1972
eine Qualitätsoffensive
die für jene Zeit wegweisend war:

Sie umfasste eine
weitergehende und grosszügigere Garantie

Vor Auslieferung auf Herz und Nieren getestete Fahrzeuge.

Eine Mobilitätsgarantie.

Gratis Ersatzfahrzeug
währen der Garantie.

Eine kostenfreie Hotline.


CJ mit langer Motorhaube

Der Radstand des CJ-5 wuchs auf 213 cm. Am stärksten legte das Windlaufblech zu, daher die Bezeichnung "long-nose". Die Liste der Sonderaus-stattungen erfuhr einen starken Wandel. Die Betonung lag jetzt mehr bei Sportlichkeit als auf "Arbeitstier". Der CJ-5 wurde mit einer grossen Auswahl verschiedener Triebwerke angeboten.

Mit dem Beginn der Abgaskontrollen Ende der siebziger Jahre, reduzierte AMC das Angebot an Motoren, um die Entwicklungskosten für Zertifizierungen zu sparen.

CJ-7 1976-1986

1976 erfuhr die Modellreihe CJ mit dem Debüt des CJ-7 eine wichtige Weiterentwicklung.
Mit einem Hardtop
aus Fiberglas, richtigen Türen und einem deutlich geräumigeren Innenraum, wurde der CJ-7 ein Familienfahrzeug
für Strasse und Gelände. 379'299 Fahrzeuge wurden davon verkauft.

CJ-8 1981-1985

Ein kleiner Pick-Up
Der Scrambler
Die Mechanik und die Karosserie vom Windlauf vorwärts entsprechen dem normalen CJ-7.


CJ-10 1982-1985

Der Kleinlaster CJ-10 wurde in etlichen Versionen für militärische und zivile Zwecke im Ausland verkauft.

Dabei handelte es sich um einen Pick-up mit 302 cm Radstand, Fahrerkabine, Windlaufblech und Motorhaube waren mit dem CJ identisch.

 

   

         

 
 

 

 
 
JEEP 1970 - 1986 by AMC

1982 -1986
AMC - RENAULT
 
     



 

 

  Der AMC Konzern hatte seine Anfänge in den 50er Jahren, als sich unter dem Druck der grossen drei Firmen (Ford, GM, Chrysler) Studebaker, Packard, Nash, Rambler und Hudson zu einer Fusion gezwungen sahen. Studebaker und Packard schlossen sich zur Studebaker-Packard Corp. zusammen. (Der Name Packard verschwand 1959. Studebaker musste 1966 endgültig aufgeben - die Fabrikationseinrichtungen der Studebaker Corp. wurden 1964 von der Kaiser-Jeep Corp. erworben).

Die Gründung der American Motors Corporation erfolgte am 1. Mai 1954. 1966 wurde die Firma, die unter dem Namen Rambler geführt wurde, in AMC umbenannt.
 
Uebernahme von Jeep durch AMC Mitte 1970.
Die erste Aufgabe von AMC war es, die eigenen Motoren in die Fahrzeuge zu implantieren. Abgesehen von den sofortigen und leicht zu bewerkstelligen Tausch der Motoren, machte AMC dort weiter, wo Kaiser aufgehört hatte. Ein wichtiger Schritt war der Vertrieb von Jeep-Fahrzeugen über das AMC Händlernetz.
   
  AMC hatte zu diesem Zeitpunkt einige sehr erfolgreiche Modelle auf dem Markt und konnte hervorragende Zahlen vorweisen.
   
 

 

Javelin 1986

  Wie bei allen Modellen von Jeep stand dem Jeepster Commando (1967-1973) ein genereller Wechsel auf AMC-Motoren bevor. Gleich wie beim CJ musste auch hier der Radstand verlängert werden um die grösseren Motoren aufnehmen zu können. Er wuchs um 76 mm auf 264 cm. Das Fahrzeug erhielt auch eine neue Front. Die brauchte es auch, da die gesamten zusätzlichen Zentimeter vorne angesetzt wurden und der Rest der Karosserie die alte Form behielt.
   
  Jeepster Commando 1967 by Kaiser


 

  Commando (ohne Jeepster)
1972 by AMC

   

 

  Der CJ-7 war der erste der CJ-Familie der mit einem Automatik-
Getriebe zu ordern war.

Dazu kam als Extra  beim V-8 Motor der neue permanente Allradantrieb.

 
Die Weiterentwicklung des CJ-7 wurde von Abgasvorschriften, Crash-Normen und von finanziellen Schwierigkeiten diktiert. Ab 1981 stand der V-8 nicht mehr im Angebot. Damit entfiel auch Quadra-Trac aus der Liste der Extras.
  Ein Wunsch vieler Jeep-Fahrer, ist der nach mehr Laderaum.

Eine Antwort von AMC Jeep war ein kleiner Pick-up auf Basis des CJ-7.

     
  Der Kleinlaster CJ-10 wurde nie am heimischen Markt angeboten.

Es gab ihn für eine halbe oder eine dreiviertel Tonne Nutzlast.

     
 
Der Cherokee hatte sein Debüt 1974 als preiswerte Alternative zum mittlerweile recht teuer gewordenen Wagoneer.

     
  Die grosse Neuigkeit des Jahres 1976 war die Einführung des Cherokee Chief mit breiter Spur.

     
  Eine gelungene Pick-Up Variante war der Honcho.
Die Ausstattung wechselte von Jahr zu Jahr, umfasste aber immer die breite Spur des Cherokee Chief.

     
  Der Grand Wagoneer beendete seine Tage unter der Flagge von Chrysler und verkaufte sich in den USA bis zum Schluss sehr gut.

   
 
In den folgende Jahren wurde nicht gross verändert, aber das war auch nicht nötig. Der Cherokee Station Wagon war auf Monate hin ausverkauft. Die Cherokee-Baureihe gab es in verschiedenen Ausführungen (Chief, Golden Eagle). Alle grossen Jeeps bekamen ein neues Frontdesign mit eckigen Scheinwerfern. Das 25jährige Jubiläum des CJ wurde mit der Silver Anniversary Edition gefeiert.








 

   
 

 

 
Ende 1978 verliess Roy Chapin AMC. Sein Nachfolger als Chairman und Chief Executive Officer wurde Gerald Meyers, der die mit Chapin ausgearbeitete Firmenpolitik fortsetzte.
   
  Noch unter der Führung von Roy Chapin hatte die Geschäftsführung 1978 mit den Autoherstellern Honda, Peugeot und Renault verhandelt. Man wollte weltweit aktiv werden und damit eine neue Strategie fahren:
AMC Fahrzeuge, allen voran die Jeep-Serie, sollten über ein gut ausgebautes Händlernetz in Europa wesentlich mehr Käufer finden. Man wollte einen konkurrenzfähigen Kleinwagen bekommen und diesen im Gegenzug auf dem amerikanischen Markt positionieren. Gespräche mit Honda und Peugeot waren im Sand verlaufen. Der französische Autohersteller Renault hingegen - der schon 1970 an einer Uebernahme von Kaiser-Jeep sein Interesse angemeldet hatte - zeigte sich interessiert.
1979 verkaufte Renault fortan Jeeps über seine Händler und Renaults wurden über das AMC-Händlernetz vertrieben. Das erste Modell das AMC Vertrieb nannte sich LeCar - bei uns sehr bekannt unter R5.

Darüber hinaus planten AMC und Renault die gemeinsame Entwicklung eines Modells zwischen dem Renault R5 und dem R18, der bei AMC  gebaut worden wäre.
 

 

  Aber AMC bekam den durch die Ölkrise ausgelösten Schock, Mitte der siebziger Jahre, immer mehr zu spüren. Spritschluckende Fahrzeuge waren nicht mehr gefragt. Plötzlich standen Jeeps sich bei den Händlern die Reifen platt. Zeitweise mussten die Werktätigen unfreiwillig Urlaub nehmen.

AM General hingegen florierte, da man dort Grossaufträge für Militär und Post zu erfüllen hatte.

Im Oktober schliesslich gab man bekannt, dass Renault AMC-Aktien erwerben werde, die sich schlussendlich auf eine Beteiligung von 22,5% summierten. Nötig geworden war dieser Schritt wegen fehlender Devisen.

Für 1980 musste AMC einen Rekordverlust von 155 Millionen Dollar vermelden. Alle amerikanischen Automobilhersteller machten Verluste (Rezessionsbedingt), doch AMC wurde am härtesten getroffen.
AMC stand und fiel mit der Jeep-Serie, und die hatte extreme Einbrüche zu verzeichnen.

So waren die Alternativen Ende 1980 entweder, aufzugeben, oder Renault einen weiteren Anteil zu verkaufen. 1981 besass Renault 46,6% von AMC.
1982 verliess Gerald Meyers AMC. Sein Nachfolger wurde Paul Tippet, der bereits einmal kurzzeitig Präsident von AMC war. Neuer Präsident wurde der Renault-Manager Jose J. Dedeurwaerder.

1983 wird AM-General verkauft. Grund dafür war nicht zuletzt die Politik. Im Pentagon fühlte man sich unwohl bei dem Gedanken, dass eine Firma, die Militärgeräte für die USA herstellt, von dem Management eines französischen Staatsbetriebes geführt wird.

1984 erscheint der Cherokee als eigenständiges neues Modell.

An ihm war tatsächlich alles neu - Motoren, Karosserie, Ausstattung einfach alles. Die seit seiner Modelleinführung bis Jg. 2000 praktisch unveränderte Form fand auch bei Europäern sofort sehr grossen Anklang. In Europa wurde der Jeep Cherokee mit Turbo-Diesel von Renault angeboten.
 

 







 

  1986 wird der CJ-7 durch den Wrangler ersetzt. Bis auf die Motoren war alles neu. Er war dringend nötig.
Der CJ als hervorragendes Geländefahrzeug hatte als Strassenfahrzeug zu viele Schwächen. (Vor allem die CJ-5er Reihe)
Er war ein beschränkt strassentaugliches Geländefahrzeug. Gegen AMC/Renault liefen Forderungen in mehrstelliger Millionenhöhe aus Unfällen mit dem CJ. Die Gerichte entschieden damals aber: Der Jeep kippt in Kurven nicht mehr um als vergleichbare Geländefahrzeuge anderer Marken.
 

 

 

Die Jeep-Serie stürmte von Erfolg zu Erfolg. AMC sah wieder Land.
Und dann im März 1987: Chrysler übernimmt AMC. Chrysler Boss Lee Iacocca schwamm im Geld und sah eine willkommene Möglichkeit die Produktionskapazität zu erhöhen.
Da Chrysler noch kein Modell wie den Jeep besass, mussten die Detroiter kein eigenes Modell auf die Räder stellen und besitzen mit Jeep erst noch das Original. 

         
 

American Motors wird zur Jeep-Eagle Division von Chrysler.

     

 

           

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