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26. Januar 2011
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Zwischen E10 und B10: Ängste und
Wahrheiten zu Biokraftstoffen
Biokraftstoff. Der Begriff steht gleich für mehrere
Energieträger nicht fossilen Ursprungs, als da sind:
Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Biowasserstoff, Pflanzenöl
und synthetische Kraftstoffe aus Biomasse, kurz BtL
(„Biomass to Liquid“, also verflüssigte Biomasse). Zu viel
auf einmal! Laien auf diesem Wissensgebiet können sich weder
ein klares Bild von den Vor- und Nachteilen machen noch die
Risiken erkennen, die mit der Orientierung auf einen
forcierten Einsatz von Biokraftstoff verbunden sind.
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Jetzt hat ein Kongress der
Biokraftstoffbranche im ICC Berlin auch Antworten auf Fragen
gegeben, die die Hersteller und die Besitzer von
Kraftfahrzeugen beschäftigen. Die jüngste Debatte, ob der
jetzt ins Angebot kommende Kraftstoff Super E10 mit
zehnprozentiger Beimischung von Bioethanol von allen
Ottomotoren vertragen wird, hat gezeigt, wie sich
umweltpolitische Forderungen an der Praxis reiben können.
Natürlich kann man Autobesitzern nahelegen, sich beim
Hersteller ihrer Fahrzeuge zu erkundigen, ob der neue
Kraftstoff schadlos getankt werden kann oder warum
bestimmten Motoren, vor allem wohl deren Dichtungen, die
Beimischung von Bioethanol schlecht bekomme.
Pragmatisch aber ist nicht, von Automobilherstellern zu
erwarten, dass sie Tausende Anfragen beantworten. Doch
werden Fahrzeugbesitzer in Unsicherheit gelassen, braucht
man sich über deren zunehmenden Unmut nicht zu wundern. Dass
nicht jede Verordnung mit umweltpolitischer Würze von der
Motortechnik schadlos hingenommen wird, ist Fakt. Ableiten
lässt sich das von warnenden Herstellerhinweisen, dass
keineswegs jeder Motor Super E10 vertrage. Und nebenher gibt
es Stimmen, dass die Beimischung von zehn Prozent Ethanol
kein Beitrag zum Klimaschutz sei. Aussagen, die nur bewerten
kann, wer mit der Materie vertraut ist. Jeder allerdings
weiß, dass es stets brenzlig wird, sobald Ideologie über
Vernunft und Verstand triumphieren will.
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Beim 8. Internationalen Fachkongress
„Kraftstoffe der Zukunft“ in Berlin mit mehr als 450
Teilnehmern aus dem In- und Ausland war reichlich
Gelegenheit, die Bedeutung von Biokraftstoff zu
unterstreichen. Im schwerfälligen Jargon der Veranstaltung
hieß das: „Erfahrungen mit der Umsetzung der
Nachhaltigkeitskriterien für Biokraftstoffe in die Praxis,
die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Branche
sowie die Folgen für die Marktentwicklung der
unterschiedlichen Biokraftstoffe“.
Dem Stichwort „Dioxin“ widmete sich bei einer gemeinsamen
Pressekonferenz des Bundesverbandes BioEnergie (BBE) und der
Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V, (UFOP)
der Vorsitzende der Union, Dr. Klaus Kliem, gleich zu Beginn
seiner Rede, die der aktuellen Situation in Sachen Biodiesel
galt. Durch die Schlagzeilen der Medien in den vergangenen
Wochen sei die gesamte Biodieselbranche in der
Öffentlichkeit unverschuldet in Generalverdacht geraten.
Dabei habe der Biodieselhersteller PETROTEC AG „die
abgegebenen Fettsäuren richtig deklariert“. Bekanntlich sei
„die kriminelle Handlung woanders vollzogen“ worden.
Die wirtschaftliche Situation der Biodieselindustrie in
Deutschland skizzierte Dr. Kliem so: Die derzeitige
Produktionskapazität betrage etwa fünf Millionen Tonnen. Die
Beschränkung auf eine siebenprozentige Zumischung von
Biodiesel zu Diesel lasse aber nur eine maximale Zumischung
von etwa 2,2 Millionen Tonnen Biodiesel zu. Rund 300.000
Tonnen Biodiesel seien 2010 als Reinkraftstoff vermarktet
worden. Der bis Ende 2012 gültige Biodiesel-Steuersatz
betrage 18,6 Cent pro Liter.
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Wie geht es weiter bei der Beimischung von
Biodiesel?
Eine Markteinführung von B10 lasse angesichts
der Normungsaktivitäten auf europäischer Ebene sicherlich
noch zwei bis drei Jahre auf sich warten.
Kritik erntete auf dem Biokraftstoff-Fachkongress auch die
EU-Kommission. Der Grund: die schleppende EU-weite Umsetzung
von Kriterien für eine nachhaltige landwirtschaftliche
Produktion von Biomasse, aus der Biokraftstoff gewonnen
wird. Deutschland ist das erste, aber auch das einzige Land,
das anhand der EU-Kriterien entsprechende Regelungen zum
Nachweis einer nachhaltigen Produktion und Nutzung von
Biomasse bereits erlassen hat.
Die deutsche Vorreiterrolle aber gerät zum Nachteil.
Deutsche Produzenten müssen hinnehmen, dass die
Zertifizierung ihrer Biokraftstoffe
mit Kosten verbunden ist. Zudem werden die in Deutschland
umgesetzten Regelungen, Dokumente und Nachweise „längst
nicht von allen EU-Staaten anerkannt“. So sei beispielsweise
auch der Import von Biomasse aus den Nachbarstaaten für die
Produktion von Biokraftstoff „mangels gegenseitiger
Anerkennung der Systeme“ eingeschränkt.
Die EU-Kommission wurde auf dem Berliner Kongress der
Biokraftstoffbranche nachdrücklich aufgefordert,
eingereichte Zertifizierungssysteme umgehend zu prüfen, um
mit deren Anerkennung die nationale Umsetzung in allen
Mitgliedsstaaten so bald als möglich vollziehen zu können.
Deutschland habe seine Hausaufgaben gemacht und die
Nachhaltigkeitsstandrads für Biokraftstoffe umgesetzt.
(Auto-Reporter.NET/Wolfram Riedel)
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Alle Chrysler-, Jeep®- und Dodgemodelle mit Benzinmotor ab Baujahr 1989
dürfen mit E-10-Kraftstoffen betrieben werden... mehr weiter unten |
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Biotreibstoff: Vision und
Albtraum zugleich
Eine Bauchlandung hat der deutsche Umweltminister mit der geplanten
Biosprit-Verordnung hingelegt. Ab 2009 wollte Gabriel dem Superbenzin
zehn Prozent Alkohol beimischen, um niedrigere CO2-Werte zu erzielen. |
Leitungen und
Dichtungen von rund 3,5 Millionen Altautos würde dieser E10-Biomix
aber zersetzen - die Fahrer müssten aufs teure Super Plus (E5)
umsteigen. Der Minister trat daher aufs Bremspedal. Die Debatte um
Biotreibstoffe erreicht damit einen Tiefpunkt.
Mit Weizen im Tank wird auch ein Hummer grün - und der Weizen
knapp und teuer "Die Förderung von Biokraftstoffen ist aus klimaschutzpolitischer
Sicht keine Option", urteilte der deutsche Beirat für Agrarpolitik
in einem Gutachten. Aehnlich reagierte das
Landwirtschaftsministerium in London: Abholzung, Ueberdüngung,
Wasserverbrauch - Bioethanol kann fragwürdig sein. Auch ein
Gutachten der ETH-Zürich kam zu dem Ergebnis: Pflanzen in den
Autotank zu stopfen, sei technisch und ökonomisch Unsinn.
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Die für 2009 vorgesehene
zehnprozentige Bioethanol-Beimischung beim Benzin birgt Gefahren.
Manche Ottomotoren gehen kaputt
Das Benzin, das wir heute tanken, heisst E5. Das bedeutet: Es
enthält fünf Prozent Bioethanol, das ist aus Pflanzen wie Getreide,
Mais oder Zuckerrohr gewonnener Bio-Sprit |
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.Das "E10" bedeutet, dass dem
mineralischen Kraftstoff 10% BioEthanol - ein aus Pflanzen
gewonnener Alkohol - beigemischt ist.
Diese Beimischung ist/wird gesetzlich vorgeschrieben und wird nach
derzeitigen Plänen auf bis zu 15% ab 2009 erhöht.
Das Problem ist, dass nicht alle Automodelle vom Hersteller für diese
Spritsorten freigegeben sind und es dann bei evtl. Motor- oder
Einspritzanlagenschäden schwierig sein wird, jemanden dafür haftbar zu
machen.
Einzige Möglichkeit in Deutschland, diese BioEthanolbeimischung zu
umgehen, ist die Verwendung von SuperPlus bzw. dem superteuren 100-Oktan
Premiumsaft (Handelsbezeichnung der Mineralölkonzerne: V-Power, Ultimate
usw.) |
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Hauptproblem ist die hygroskopische Eigenschaft (bindet Wasser) von
BioEthanol - dadurch wird die Korrosion an Teilen der
Einspritzanlage, der Spritleitungen und auch der Brennräume der
Zylinder ... und nicht zuletzt der Abgasstrang gefördert;
insbesondere Aluminium verträgt sich nicht so gut mit dem
wasserhaltigen Sprit.
Hinsichtlich der Klopffestigkeit ergeben sich keine Einbußen
gegenüber konventionellem Benzin. BioEthanol hat die gleiche
Oktanzahl wie SuperBenzin: 95 Oktan (ROZ)
Beim Neuwagenkauf sollte man heute schon darauf achten, dass der
Hersteller die Unbedenklichkeit zur Verwendung von mindestens E15
schriftlich bescheinigt oder eine allgemeine Freigabe des
Herstellers schriftlich vorliegt; eine Bestätigung des
Markenhändlers reicht nicht aus!!! , später evtl. Haftungsansprüche
durchzusetzen.
Einige Hersteller, Ford z.B., bieten sogenannte "BiFuel-Fahrzeuge" an,
die sogar für überwiegenden Alkoholbetrieb E85 ausgelegt sind; mit
diesen kann dann an immer mehr Tankstellen BioEthanol E85 (mit 95
Oktan) getankt werden. |
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Der Nutzen ist
umstritten
Kurzsichtige und verfehlte Klimapolitik. Mit der staatlich
geförderten Nachfrage nach Biotreibstoffen steigt die Nachfrage und
damit der Preis für Grundnahrungsmittel.
Die Leidtragenden sind einmal mehr die Armen, welche nicht mehr in
der Lage sind, ihr Ueberleben zu finanzieren.
Mit Biotreibstoffen aus der Nahrungsmittelkette, verstärken wir in perverser Weise das
Hungerproblem weltweit. |
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Hinsichtlich Ökobilanz
schneiden gemäss Studien die energetische Nutzung von Abfall- und
Reststoffen sowie Holz gegenüber fossilen Treibstoffen am besten ab. |
Strenge Zertifizierungsrichtlinien für Biotreibstoffe
könnten das Problem der Brandrodung von Regenwald mindern.
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Pressemitteilung vom 13.03.2008 | 13:16 Daimler AG
Mit Sicherheit sauber: Freigabe für den Betrieb mit E-10-Kraftstoffen
Alle Chrysler-, Jeep®- und Dodge mit Benzinmotor ab Modelljahr 1989
dürfen mit E-10-Kraftstoffen betrieben werden
• Chrysler LLC erteilt diese Freigabe als einer der ersten
internationalen Automobilhersteller • In Deutschland soll die Ethanol-Beimischung in Normal- und Superbenzin
im zweiten Halbjahr 2008 von fünf auf zehn Prozent steigen
Berlin - Als einer der ersten internationalen Automobilhersteller
bestätigt die Chrysler LLC die uneingeschränkte Eignung aller Chrysler-,
Jeep®- und Dodge mit Benzinmotor für den Betrieb mit E-10 Kraftstoffen.
Schon im zweiten Halbjahr 2008 sollen in Deutschland Normal- und
Superkraftstoffe aus Gründen der Umweltverträglichkeit nur noch mit
einer von derzeit fünf auf dann zehn Prozent erhöhten Beimischung von
Ethanol (E-10) angeboten werden dürfen. Fahrzeuge, die den höheren
Ethanol-Anteil nicht vertragen, können dann nur noch mit dem teureren
Super Plus betrieben werden, bei dem der Ethanol-Anteil nicht angehoben
wird.
„Die herstellerseitige E-10 - Freigabe für alle Chrysler, Jeep und Dodge
ab Modelljahr 1989 gibt Fahrern und neuen Kunden der drei amerikanischen
Marken die Sicherheit, ohne Mehrkosten auch weiterhin ihre gewohnten
Ottokraftstoff-Qualitäten tanken zu können,“ sagte Carsten Prager,
Leiter Technik und After Sales der Chrysler Deutschland GmbH.
Ansprechpartner Markus Hauf 030/ 2694 2023
Stuttgart - Veröffentlicht von pressrelations
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Viele Autofahrer kennen ihre
elektronischen Sicherheitshelfer nicht
ar - Moderne Elektronik in Fahrzeugen rettet täglich Leben - wie
sie hingegen funktioniert, wissen die Besitzer der Fahrzeuge in der
Regel nicht. Einer Umfrage der Schweizer Winterthur-Versicherung hat
ergeben, das zwar 70 Prozent der Befragten wussten, was ABS (Anti
Blockier System) bedeutet, bei ESP (Elektronisches Stabilitäts
Programm) waren hingegen nur 40 Prozent, den Bremsassistenten
kannten gar nur 27 Prozent. |
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Jetzt fordern die Versicherer mehr Aufklärung durch die
Industrie. Denn wer um die rettende Wirkung der Helfer weiß, wird deren
Verbreitung unterstützen und fördern, so ein Sprecher der Winterthur. 20
Jahre hat es gedauert, bis ABS flächendeckend in Neufahrzeugen eingebaut
wurde, ESP brauchte in Deutschland zehn Jahre, um salonfähig zu werden.
In anderen Ländern ist es längst nicht etabliert. Das geht aus Zahlen
der Dekra hervor. Wenn die Sicherheitssysteme und ihre Funktionsweise
bekannter wären, würde sich auch ihre Verbreitung beschleunigen, so die
Experten. |
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Das Elektronische Stabilitäts-Programm würde die Zahl aller tödlich
verlaufenden Unfälle von Fahrzeugen, die nicht über ESP verfügen, um 43
Prozent reduzieren, die der Alleinunfälle mit Todesfolge um 56 Prozent.
Zu diesem Resultat kommt eine gerade veröffentlichte Studie des
nordamerikanischen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS).
Argumente für die Sicherheitssysteme zu finden, ist nicht schwer. Sie
bekannt zu machen, scheinbar schon. (ar/sb)
ESP, MASC, PSM etc.
die zunehmende Verbreitung und ihre enormen
Entwicklungsmöglichkeiten werden die Zukunft der Fahrzeug-Sicherheit
prägen
mehr... |
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