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Sergio Marchionne

In Kanada ausgebildet, hat er seine Karriere hauptsächlich in der Schweiz bei Alusuisse/Lonza und bei der Genfer Societe General de Surveillance gemacht, bevor ihn die Agnellis 2004 zum maroden Fiat-Konzern holten.





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5 Millionen Autos pro Jahr

Sein Ziel ist klar:
Chrysler bekommt von Fiat Technologie für sparsame Autos.
Und Fiat profitiert, weil sie einerseits Motoren und Karosserieteile in grösseren Stückzahlen produzieren und anderseits ihre Palette um die Chrysler Modelle erweitern kann.

Weltweit werde es künftig noch fünf bis sechs Autobauer geben, die jährlich um die 6 Millionen Fahrzeuge absetzen würden, prophezeit Marchionne immer wieder.

In dieser Liga kann sein Konzern nur mit Kooperationen oder Uebernahmen spielen.



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Ab April 2010 übernimmt die Fiat Group Automobiles S.pA. (FGA) in einigen Ländern Europas den Verkauf und Service von Fahrzeugen der Marken Chrysler, Jeep und Dodge. Damit gehen FGA und die Chrysler Group LLC einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Integration ihres Vertriebs in Europa.

 

 

 

   

         

 
 


Oktober 2011 -
Fiat steigert Absatz aller Marken

Jeep erzielte im August mit mehr als 1600 Fahrzeugen eine Absatzsteigerung von 134,4 Prozent. Von Januar bis August wurden rund 15 000 Fahrzeuge zugelassen, dies sind 46 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der Fiat-Konzern hat im vergangenen Monat europaweit 45 600 Neuwagen abgesetzt. Der Marktanteil lag bei 5,8 Prozent. In den ersten acht Monaten des Jahres 2011 wurden 667 000 Fahrzeuge der Marken Fiat, Alfa Romeo, Jeep und Lancia/Chrysler neu zugelassen. Der Marktanteil beträgt damit 7,3 Prozent.
Die Marke Fiat verzeichnete im August in Europa knapp 33 000 Neuzulassungen, was einem Marktanteil von 4,2 Prozent entspricht. Kumuliert erreichte der Absatz 482 000 Fahrzeuge, der Marktanteil liegt bei 5,2 Prozent. Positive Ergebnisse erzielte die Marke in einigen wichtigen Märkten wie Deutschland und Großbritannien, in denen Fiat die Verkaufszahlen im August um 4,1 bzw. 34,3 Prozent steigern konnte. Fiat Panda und Fiat 500 sind die meistverkauften Fahrzeuge des A-Segments in Europa: zusammen kommen sie auf einen Marktanteil von fast 30 Prozent. Der Punto gehört weiterhin zu den Top Ten des B-Segments - allein in Deutschland stiegen die Verkaufszahlen im Juli um 71,8 Prozent. Im Multispace-Segment erreichten der Qubo und der Doblò in den ersten acht Monaten gemeinsam einen europäischen Marktanteil von 16 Prozent.

Besonders positiv entwickelte sich der August für Lancia/Chrysler (+ 13,4 %). Im Jahresverlauf erzielte die italienisch-amerikanische Marke in Europa bisher 70 000 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 0,8 Prozent. In Ländern wie Italien, Großbritannien, Spanien und Frankreich sowie in kleineren Märkten wie den Niederlanden stieg der Absatz deutlich.

Alfa Romeo verkaufte im August annähernd 6000 Fahrzeuge bei einem stabilen Marktanteil von 0,8 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf ergibt sich mit rund 95 000 verkauften Fahrzeugen ein Wachstum von 37,7 Prozent und ein Prozent Marktanteil. Beliebtestes Modell ist der Alfa Romeo Giulietta mit mehr als 56.000 Neuzulassungen im Jahr und dank hervorragender Ergebnisse in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien weiterhin Spitzenreiter der Marke.


April 2010 - rb  Sergio Marchionne

Nach seinem Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der UBS kann sich der 57-jährige Italo-Kanadier voll auf Fiat und Chrysler konzentrieren, deren Geschäftsleitung er vorsteht.




















 

   
 
   


                           Foto: Sergio Marchionne amp.net

    Ein gestreiftes Freizeithemd, darüber ein Pullover: Sergio Marchione.

Die Mailänder Modewelt zeigt sich peinlich berührt. Anders als sein Vorgänger Gianni Agnelli, der nie ohne perfekt sitzende Krawatte repräsentierte, ist Marchionne ein Feind der Krawatte. Die Etikette überlässt er den Weinflaschen.

Wer sich vom Knoten löst, demonstriert heute Unangepasstsein und Macht. - Niemand schreibt mir vor, was ich zu tragen habe. Der Boss bin ich -. Die Krawatte, einst unverzichtbares Accessoire des erfolgreichen und karrierebewussten Mannes, macht selbst an offiziellen Anlässen die Fliege. Steve Jobs lässt grüssen.
 
 
Fiat plus Chrysler plus Sollers etc. - FIAT strebte ursprünglich eine Zusammenarbeit mit dem russischen Hersteller Sollers an, doch der entschied sich für Ford als Kooperationspartner. Es ist eine gigantische Wette auf die Zukunft. Wird ihm in schlechten Zeiten gelingen, was Daimler und Cerberus in guten Zeiten nicht geglückt war?

Auch den italienischen Autobauer Fiat zieht es auf den russischen Markt. Künftig sollen dort jährlich bis zu 300.000 Fahrzeuge gebaut werden; dazu ist auch der Bau neuer Werke vorgesehen. Über ein entsprechendes Memorandum, das die Italiener mit dem russischen Industrieministerium unterzeichnet haben, sind die Weichen am vergangenen Freitag (25. Februar) gestellt worden.

Fiat will nach eigenen Angaben neben der Fertigung von SUVs und kleinen Transportern vor allem den Bau von Kompakt- und Mittelklassefahrzeugen vorantreiben. Neben Fahrzeugen der Marke Fiat sollen in Russland hauptsächlich Jeeps hergestellt werden. Um mit einer möglichst breiten Produktpalette vertreten zu sein, will Fiat auch Fahrzeuge importieren.
   

 

 

 

Und Zeit wird er brauchen, steckt doch die Automobilwirtschaft immer noch in der Krise. Der nur dank Staatsinterventionen gerettete Chrysler-Konzern hat den Turnaround längst noch nicht geschafft. Die Fiat Gruppe schrieb 2009 einen Verlust von 848 Millionen Euro, Ohne staatliche Verkaufsanreize wie die deutsche Abwrackprämie wäre dieses Ergebnis noch schlechter ausgefallen.

Fiat und Chrysler sollen in den kommenden vier Jahren zu nachhaltigem Erfolg zurückkehren.

Angesichts einer massiven weltweiten Ueberproduktion im Autosektor und der strukturellen Probleme bei beiden Herstellern, steht Marchionne vor einer riesigen Aufgabe.

Insbesondere in Italien, wo heute zu kleine Fabriken zu wenig und zu teure Autos produzieren, stehen grosse Umwälzungen an.

So soll das Werk im sizilianischen Termini geschlossen werden, wenn im kommenden Jahr die Produktion des Lancia Ypsilon auslaufen wird.
 

 


Investitionen von rund 700 Millionen Euro sind im Werk von Pomigliano bei Neapel geplant, wo Fiat die Produktion massiv ausbauen wird.

Allerdings gelinge dieser Ausbau nur mit dem überzeugten Mitmachen der Arbeiter, teilte Fiat Ende März mit. Konkret verlangt die Firma die maximale Auslastung der Anlagen, Flexibilität bei Schichten und Arbeitstagen, interne Mobilität und ein Ende der "abnormalen Form von Abwesenheiten".

Das ist ein deutlicher Wink an die Belegschaft und an die Gewerkschaften dem weitverbreiteten Schlendrian ein Ende zu setzten und endlich Arbeitsbedingungen zu akzeptieren, wie sie in anderen Länder längst üblich sind.

In Termini Imerese koste ihn die Produktion eine Autos 1000 Euro mehr als in Polen oder Brasilien, hatte Marchionne kürzlich vorgerechnet.

     
 

 

     
   

Nicht weil die Löhne höher seien, sondern weil die Fabrik nachts und am Wochenende geschlossen bleibe und an den Werktagen nie die Effizienz anderer Werke erreiche.

Solche Töne kommen in Italien nicht gut an
Zumal das Land trotz der geplanten Investitionen davon ausgehen muss, dass Fiat insgesamt Stellen abbauen wird.

Nun zeigt sich auch, dass die Beziehung zwischen Italien und Marchionne mehr einer Zweckehe als einer Liebesheirat entspricht. Der Manager ist im Land seiner Geburt nie richtig heimisch geworden.

 
Nach dem Einstieg bei Chrysler waren die Italiener beeindruckt, wie Marchionne den Traditionskonzern Chrysler zusammen mit den Gewekschaften und US-Präsident Barack Obama vor dem Konkurs rettete. Ernüchtert müssen nun aber die Italiener feststellen, dass "ihre" Fiat längst so globalisiert ist wie deren Chef.
   
  Fiat und Sollers wollen Russlands Automarkt stürmen

FIAT strebte ursprünglich eine Zusammenarbeit mit dem russischen Hersteller Sollers an, doch der entschied sich für Ford als Kooperationspartner.

Noch lahmt der russische Automarkt in der Krise – doch der bisherige krasse Außenseiter Fiat hat große neue Pläne: Gemeinsam mit dem russischen Konzern Sollers soll ein neues riesiges Autowerk entstehen.
     
   

Fiat setzt in Russland auf Mittelklasse und SUV

Gebaut werden sollen neun verschiedene Modelle aus der Produktpalette von Fiat und dessen neuer US-Tochter Chrysler – welche wurde noch nicht gesagt. Es soll sich um Fahrzeuge der Klassen C und D sowie um Allradautos handeln, die wohl von der Chrysler-Marke Jeep kommen dürften.

Russischer Staat zeigt sich spendabel

Das Investitionsvolumen für die Endstufe des noch namenlosen Joint-Ventures wurde mit 2,4 Mrd. Euro angegeben. Davon wollen die beiden Partner selbst je 150 Mio. in Form von Technologien und Produktionsanlagen einbringen. Der Rest soll kreditfinanziert werden – wobei Putin generös erklärte, der russische Staat könnte Garantien für die restlichen 2,1 Mrd. Euro übernehmen.

   
  Fiats dritter Anlauf in 45 Jahren

Für Fiat ist das neue Projekt bereits der dritte Einstieg in den russischen Markt: Mitte der 1960er Jahre verkaufte der Turiner Konzern dem Kreml eine Lizenz für den damals hochmodernen Fiat 124 – der dann als Lada weit über die Sowjetunion hinaus Karriere machte. In modifizierter Form wird der kantige Oldie noch bis heute von Avtovaz gebaut.

In nachsowjetischer Zeit vereinbarten die Italiener dann mit GAZ ein Joint-Venture zum Pkw-Bau. Das Projekt „Nizhegorod Motors“ blieb aber auf dem Papier: Es überstand die Krise nach dem Rubel-Crash 1998 nicht – und Fiat überließ den bald darauf wieder boomenden russischen Automarkt kampflos der Konkurrenz.
       

 

 

 

 
Foto: Daimler-CEO Dieter Zetsche und FIAT-CEO Sergio Marchionne                                                                                        amp.net
 
 
   
  Die damalige "Fusion der Sterne" 1998  wurde für Juergen Schrempp und Dieter Zetsche zum Albtraum mehr...    
       

 

           

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