Allradfahrzeuge sind prädestinierte Zugfahrzeuge.

   
 
Anhänger dürfen nur mitgeführt werden, wenn die Anhängelast im Fahrzeugausweis vermerkt ist.
Die Anhängevorrichtung muss geprüft sein. Aufgrund der Garantie des Fahrzeugherstellers und der Prüfung wird die Anhängelast im Fahrzeugausweis eingetragen.
   
Kurz - Jnfo

Anhänger ungebremst - bis 750 kg.
Anhänger mit Auflaufbremse - bis 3'500 kg.
Durchgehende Bremse - ab 3'500 kg.
(Druckluft, Elektro, oder hydraulische Bremse)
 
   
Erlaubte Höchstgeschwindigkeit ausserorts 80 km/h. Autobahn 80 km/h.
Achtung! Im umliegenden Ausland gelten teilweise andere Regeln!
     
Wieviel kostet die
Schwerverkehrsabgabe (LSVA)?
 
CH-spezial
A: Wenn sie ihr Fahrzeug als Zugmaschine
für Wohnanhänger oder Pferdetransporter brauchen, können sie getrost davon ausgehen, dass sie nicht unter die LSVA (leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe) fallen. 
Erst Zugfahrzeuge mit einem Anhänger der plus Zuladung 3'500 kg übersteigt, müssen
pro 100 kg Anhängelast Fr. 16.-- bezahlen.
 
Beispiel: Für einen Range Rover, ausgestattet mit Luftdruckbremse und geprüfter Anhängelast von 6'000 kg (Anhänger und Zuladung), zahlt der Halter eine jährliche pauschale von 60 x Fr.16.--  = Fr. 960.-- .

Benutzen sie ihr Fahrzeug mit mehreren Anhängern, wird die LSVA nur einmal fällig.
Ab 1. April 2003 gelten einige neue Vorschriften.  
Im Rahmen der Angleichung des schweizerischen Strassenverkehrsrechts an das der EU sind einige
neue Vorschriften über das Fahren mit Anhänger in Kraft getreten.
Generell gilt, dass Personen, die bisher einen entsprechenden Führerausweis besassen, weiter Anhängergespanne führen dürfen.

Wer seinen Führerausweis neu erwirbt oder eine zusätzliche Fahrzeugkategorie lenken möchte, muss jedoch unter Umständen eine spezielle Anhängerprüfung absolvieren.

Diese praktische Prüfung, vor Jahren abgeschafft, jetzt wieder eingeführt, soll zeigen, ob man sein Gespann beim Manövrieren beherrscht.
Die Anhängerprüfung (Kategorie BE) ist dann erforderlich, wenn man mit seinem Fahrzeug der Kategorie B (PW, Geländefahrzeug, Lieferwagen von maximal 3.5 t Gesamtgewicht) einen Anhänger ziehen will, dessen zulässiges (nicht effektives) Gesamtgewicht mehr als 750 kg beträgt und dessen Gesamtgewicht grösser ist als das Leergewicht des Zugfahrzeuges.
Beispiel:
Wiegt das Zugfahrzeug 2000 kg und der Anhänger 1000 kg, genügt der PW-Ausweis der Kategorie B, wiegt umgekehrt das Zugfahrzeug 1000 kg und der Anhänger
2000 kg brauchts in Zukunft die Anhängerprüfung (Kategorie BE)

 
 

Der überwiegende Teil der heute gekauften Allradfahrzeuge nimmt kaum etwas anderes als Asphalt unter die Räder. Schon häufiger kommt der Allradantrieb im Winter zum Einsatz. 

Dass gerade Allradfahrzeuge mit Untersetzungsgetriebe - erheblicher Kraftzuwachs - ideale Zugmaschinen für Arbeit, Freizeit und Hobby  sind, ist vielen nicht  bewusst.

Problemlos zieht ein Allradfahrzeug Wohnwagen

 
Anhänger werden als Transportmittel
zu wenig in Betracht gezogen.

Dank der neuen Gesetzgebung ist man heute in der Lage, mit dem Kauf eines Anhängers, Güter, Maschinen und Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht kostengünstig zu transportieren.

Materialanhänger

Ein Anhänger bis zu einem Gesamtgewicht von 3`500 kg (Anhänger und Ladung) kostet praktisch keine Steuer. Auch die Kosten für die Wartung des Anhängers sind gering.

Anhänger mit einem Gesamtgewicht bis 6'000 kg müssen die Schwerverkehrsabgabe entrichten. Auch müssen Anhänger über 3,5 t  über eine Druckluftbremsanlage verfügen. Wobei natürlich im Zugfahrzeug eine Druckluftanlage (Kompressor) eingebaut werden muss.

Pferdetransporter

Anhänger unter 3'500 kg Gesamtgewicht brauchen nur eine sog. Auflaufbremse.

Wer aber häufig mit Anhängern über 1'500 kg unterwegs ist, sollte eine durchgehende Bremsanlage in Betracht ziehen.

Die Auflaufbremse bremst systembedingt 
beim Abwärtsfahren dauernd und neigt
dadurch gerne zu Überhitzung.

Eine Druckluftbremse bremst nur beim betätigen des Bremspedals oder je nach Ausführung beim Ziehen der Handbremse.
Gerade bei sehr schweren Anhängern ist dies ideal. 

Der Anhänger bremst auf diese Art - bei längerem Bergabfahren - das ganze Gefährt ab. (Das Zugfahrzeug hängt dadurch am Anhänger).




 

Kipper

Cargo

     

     
Der Hund als Geschoss
Rund die Hälfte aller Hundehalter nehmen ihre Vierbeiner ungeschützt im Auto mit. Dadurch ergibt sich eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Tier und Mensch.

Ein Hund kann sich bereits bei einem Aufprall mit Tempo 50 in ein Geschoss mit der 14fachen Wucht des Eigengewichts verwandeln.

Absperrgitter die mit Teleskopstangen zwischen Dachhimmel und Wagenboden aufgespannt werden bieten Schutz für den Fahrer -der Fahrer kann nicht behindert werden-, sind im Crashfall aber nutzlos.
 
Auch die von den Fahrzeug-Herstellern als Sonderausstattung angebotenen Hundegitter taugen bei einem grösseren Hund nicht viel. Sie muss man eher als zusätzliche Sicherheit beim Transport von festen Sachen sehen.

Hier bieten sich Transportboxen an. Sie müssen allerdings mit Gurten gesichert sein. Das Tier fühlt sich in einer Box sehr schnell zu Hause.

Die hohen Anschaffungskosten, vor allem bei speziell angefertigten Boxen, werden durch den Werterhalt des Fahrzeuges und die höhere Sicherheit kompensiert.
Eine Box sorgt auch für Ordnung und Sauberkeit im Fahrzeug.

Der Sicherheitsgurt ist eine Alternative für Personen, die keinen Kombi besitzen. Im Gegensatz zu den Boxen ist hier die abschreckende Anwesenheit eines Hundes für eventuelle Diebe offensichtlich.

Für Halter von Arbeitshunden werden heute gut ausgebaute Transportanhänger angeboten. Sie sind mit Heizung/Kühlung ausgestattet und bieten Stauraum für Utensilien.

Adressen:
www.hundeboxen.de
www.auto-hundeboxen.ch

Mit dem Hund auf Reisen: Tipps







Fahren mit Anhaenger

Ein Anhängerzug reagiert anders als ein Solofahrzeug: Beim Anfahren, beim Beschleunigen, beim Bremsen, beim Kurvenfahren.
Man muss das Gefühl bekommen für die Trägheit der plötzlich viel grösseren Masse, die da bewegt oder gestoppt werden soll.
Die geometrischen Veränderungen beim Kurvenfahren: Der Anhänger macht nicht den gleichen Weg wie das Zugfahrzeug. Einiges an Können verlangt das Rückwärtsfahren.

Die Macht der Physik zeigt sich auch, wenn der Anhänger ins Schwingen und dann ins Schlingern gerät. Wie stoppt man das Aufschaukeln? Bis anhin wurde empfohlen: Gas geben -kurze Beschleunigung-, dann Fahrzeug ausfahren lassen.
 
Anhand von Versuchen hat sich der sogenannte Bremsschlag als die beste Methode entpuppt - brüskes Abbremsen mit anschliessender sofortiger leichter Beschleunigung. Wenn noch Zeit bleibt sollte man darauf achten, dass der Anhänger beim Bremsschlag in der Mitte zwischen linker und rechter Pendelbewegung abgebremst werden kann. In möglichst gerader Linie mit dem Zugfahrzeug.

Das Vorausschauen beginnt beim Anhängerfahren schon vor der Fahrt. Zu achten ist auf das richtige Beladen des Anhängers (Schwerpunkt, Fixierung), auf den Pneudruck beim Zugfahrzeug, auf die Montage der Aussenspiegel.

Wichtig ist auch dass sich der Fahrer genau über die Dimensionen und die Gewichtsverhältnisse des Gespanns im Klaren ist  (max. Anhängelast: siehe Fahrzeugausweis).

Besondere Vorsicht ist geboten bei Talfahrten mit rutschigem Untergrund:
Anhänger mit Auflaufbremse - Zugfahrzeug mit ABS


ABS greift bei rutschigem Untergrund ein, bevor die Auflaufbremse überhaupt in Funktion treten kann. Um die Auflaufbremse des Anhängers in einem solchen Fall zu aktivieren, braucht es den gezielten Einsatz der rein mechanischen Handbremse am Zugfahrzeug.
ABS registriert nur ein Gleiten der Zugfahrzeugräder – und nimmt daher die Bremswirkung immer mehr weg.
Anhänger-ESP: Ist im Zugfahrzeug integriert und verhindert ein Schleudern des Anhängers durch gezielte Bremsungen. Mehr zu aktiven Sicherheitssystemen hier...

 
Gesetzliche Regelungen: EU Standard

Anhänger bis 750 kg benötigen keine zusätzliche Bremse.

Anhänger bis 3'500 kg benötigen eine Auflaufbremse.

Anhänger bis 6'000 kg benötigen eine Druckluftbremsanlage.

Breite des Anhängers: 2,5 m

Länge des Anhängers: 12 m

Höhe des Anhängers: 4 m

Anhängelast: Es gilt die vom Fahrzeughersteller garantierte Anhängelast. Auskunft erhalten Sie beim Importeur oder dem Strassenverkehrsamt.

Mit Anhänger dürfen ausserorts sowie auf Autobahnen 80 km/h gefahren werden.


 
CH-spezial: Für einige Fahrzeuge geben Hersteller Anhängegarantien ab, die im ganzen EU-Raum einmalig sind. Fahrzeuge die im CH-Raum für 6'000 kg Zuglast zugelassen sind, erhalten im EU-Raum nur 3'500 kg Anhängelast.

Bedingt durch die Produktehaftung haben allerdings die Hersteller ihre Garantien nach unten korrigiert. Der neue Range Rover oder der Toyota LandCruiser erhalten neu nur noch 3'500 kg Anhängelast. 

Die Armee förderte die Allradfahrzeuge.

Daher hatte die Schweiz prozentual gesehen auch einen der höchsten Anteile an 4x4 Fahrzeugen in Europa.
Mit der Anpassung an das EU-Strassenverkehrsrecht dürften diese einmaligen Anhänglelasten, die einen militärischen Hintergrund hatten, endgültig vorbei sein. In Armeekreisen war man an den zivilen Allradfahrzeugen interessiert und förderte auch deren Verbreitung. Armeetaugliche Allradfahrzeuge erhielten einen Kostenbeitrag. Die Fahrzeuge hätten in einem Ernstfall sofort der Armee zur Verfügung gestellt werden müssen.
Lange Zeit war es den angehenden Soldaten möglich, ein Allradfahrzeug zu günstigen Bedingungen zu erwerben. Allerdings mit der Auflage, mit dem Fahrzeug in die Wiederholungskurse einzurücken. In einem Ernstfall können auch heute geländegängige Fahrzeuge von der Armee requiriert werden - Mobilmachung, oder einem genauer zu definierenden Notfall.

Mit einem Allradfahrzeug konnten so Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 9000 kg  (Abhängig vom Gewicht des Zugfahrzeuges) mit dem normalen PW-Ausweis gefahren werden. Lange Zeit ohne eine zusätzliche Prüfung. Dann wurde eine Prüfung obligatorisch, dann wieder abgeschafft, und jetzt - per 1. April 2003 - wieder eingeführt.


Ältere Modelle, die noch vor der Gesetzesänderung eingelöst und geprüft wurden, dürfen weiterhin mit Anhängern mit 6'000 kg Gesamtgewicht auf die Strasse.


 

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