|
|
||
| Chrysler
erobert neue Hemi-Sphäre: Der Schöne und das Biest ar - 11. August 2006. Ganz Auto-Amerika bekommt glänzende Augen, wenn vom "Hemi" die Rede ist, dem Hubraumriesen mit acht Zylindern, der bei Chrysler schon seit Jahrzehnten die Leistungsspitze markiert. Mittlerweile hört man auch hierzulande lobende Worte über diesen Dino-Motor. Die Zahl der Freunde des Motors mit dem hemisphärisch geformten Brennräumen könnten nun noch zahlreicher werden, denn die Chrysler-Marken Dodge, Chrysler und Jeep bringen nun auch ihre SRT-Modelle nach Europa, wobei das Kürzel für Street and Racing Techology steht, also für Hochleistung auf der Straße und für den Renneinsatz. |
||
| Es geht
eben nichts über Hubraum, bekennen alte
Auto-Hasen gern mit glänzenden Augen. Sie bekommen jetzt im Chrysler
C 300 STR 8 oder im dazugehörenden Kombi mit dem Namen Touring ihren
Hemi mit 6,1 Litern Hubraum und 317 kW (430 PS). Beim Jeep Grand
Cherokee SRT 8 sind es 4 kW weniger. Dafür ist das maximale
Drehmoment mit 569 Newtonmeter bei beiden Modellen gleich. Die C
300-Limousine beschleunigt in 5,4 Sekunden auf 100 km/h. Der Jeep
kann das dank seines kürzer übersetzten Fünf-Gang-Automaten sogar
noch 0,3 Sekunden schneller. Dafür sind die Limousine und der Kombi
mit 265 km/h in der Spitze 20 km/h schneller als der Grand Cherokee,
der sich aber immerhin noch als der schnellste Jeep aller Zeiten
bezeichnen darf. Bei den Preisen messen sich die Amerikaner gern an den deutschen Sportlimousinen wie Audi S6, AMG oder die M-Typen aus München. Chrysler bietet bei den SRT die niedrigsten Preise pro PS. Dennoch sind die Kraftbolzen aus USA nicht eben für einen Appel und ein Ei zu haben. Die Limousine kostet 53 400 Euro, der Kombi 55 800 Euro - rund 7000 Euro mehr als der normale 300 C mit Achtzylinder - und der schnellste Jeep 63 690 Euro, alle drei mit kompletter Ausstattung, samt mächtigen 20-Zoll-Leichtmetallrädern und großen Brembo-Bremsen. Beim 300 C stehen nur noch eine Navigationsanlage, ein Glas-Schiebe-Hubdach und ein Soundsystem in der Aufpreisliste. Für Jeep gibt es nur einen Komplettpreis. ![]() Jeep Grand Cherokee SRT 8 Foto: Auto-Reporter Dafür gibt s viel Auto: Die Limousine und der Kombi übertreffen immerhin knapp die Fünf-Meter-Marke, der Jeep kommt mit 4,79 Metern aus, ist als Sports Utility Vehicle natürlich höher und mit rund 2,5 Tonnen um fast 400 Kilogramm schwerer als die 300 C. Sein Durchschnittsverbrauch fällt mit rund 16 um rund zwei Liter höher aus als bei den kleinen Hemi-Trägern. Zur Leistung passt auch das Fahrwerk. Kaum eine Erinnerung mehr an das Ami-Wanken, statt dessen ein abgesenktes Fahrwerk mit einer straffen Federung, die kurze Stöße deutlich an die recht guten, elektrisch einstellbaren Sportsitze weitergibt. Die Lenkung ist direkt genug, um auch auf kurvigen Strecken Fahrspaß erleben zu können. Über die sicherlich hervorragenden Geländeeigenschaften des Jeep zu sprechen, lohnt nicht. Keiner von denen wird freiwillig ins Gelände getrieben werden. Hier geht es eindeutig um sportliches Fahren auf glatter Straße. Innen herrscht ebenfalls die sportliche Note vor. Schlichte und klar gezeichnete Rundinstrumente lassen sich rasch ablesen. Natürlich fehlt es nicht an zusätzlichen elektronischen Displays. Dennoch hinterlassen die Armaturen einen aufgeräumten, fast sportlich puristischen Eindruck, zu dem auch die Metallpedale mit Gumminoppen und das Lederlenkrad beitragen, dass hier anstelle des sonst üblichen Holzlenkrads zum Einsatz kommt. Mehr Kopffreiheit bietet erstaunlicherweise der 300 C. Im Grand Cherokee liegen Himmel und Scheitel dichter beieinander. Den Vorteil der höheren Sitzposition und damit des leichten Einsteigens verschenkt der Jeep leider durch zu kleine Türen, die Großgewachse beim Einsteigen zu einer tiefen japanischen Verbeugung zwingen. Der Abstand zwischen Sitzwange und Oberkante der Türöffnung ist erstaunlich klein. Und noch ein Nachteil: Der Jeep kann rund 500 Kilo zuladen, was in dieser Klasse nicht gerade einem Spitzenwert entspricht. Deutlich zu niedrig fällt aber die Zuladung bei 300 C aus. Nur 350 Kilogramm dürfen noch zugeladen werden. Bei den beiden Chrysler haben sich die Designer auf nur unwesentliche Änderungen eingelassen. Bug- und Heckspoiler sorgen für Abtrieb, aber nicht für zusätzliche Aufmerksamkeit. Da fallen die beiden verchromten dicken Endrohre bei 300 C und die ebenfalls mächtige Doppelrohr-Auspuffanlage in der Mitte des Jeep-Hecks schon mehr auf. Das entspreche der Zurückhaltung bei Chrysler, war dazu bei der Pressepräsentation der SRT-Modelle zu hören. Als Europäer kann man da nur kommentieren: Der 300 C fällt hierzulande auch so schon genug aus dem Rahmen. Beim Jeep sind die Retuschen sichtbarer. Er wirkt deutlich aggressiver als seine zivilere Variante. Doch beide halten sich bei den optischen Effekten mehr zurück, als ihre Motorleistung nahegelegt hätte. Diese Bescheidenheit bringt dem Fahrer einen Teil des Vergnügens. Denn die Verblüffung der anderen auf der Straße ist damit umso größer, wenn man mal sehen und hören will, was der Hemi so alles kann. Der kommt gewaltig. Hubraum und Leistung satt - das verschafft einem schon ein besonderes Erlebnis. Hubraum ist eben durch nichts zu ersetzen, es sei denn, durch kleinvolumige, hochdrehende Motoren mit Doppelturbo. Die schaffen das auch, aber eben anders, bemühter. Außerdem kann man mit dem 6,1-Liter-Hemi-Hubraum fast jedes Autoquartett gewinnen. Was ist von SRT noch zu erwarten? Die Dodge Viper SRT 10 mit 373 kW (506 PS) ist schon da. Dieser Roadster mit einer Höchstgeschwindigkeit von 314 km/h ist etwas für die völlig enthemmten Auto-Genießer, die einen extravaganten Partner für das Straßentheaterstück "Der Schöne und das Biest" suchen. Nur wenig zurückhaltender präsentiert sich der Chrysler Crossfire SRT 6 mit einem Sechs-Zylinder-Kompressormotor von 246 kW (335 PS) als Coupé oder Roadster für rund 50 000 Euro. Im kommenden Jahr wird es auch den Dodge Caliber als SRT 4 mit einem 300-PS-Vierzylinder geben. Dann können auch die Fahrer dieser Klasse in neue Hemisphären vorstoßen, allerdings nur mit einem "halben Hemi". (ar/Sm) Von Peter Schwerdtmann |
|
|
|
Jeep
Grand Cherokee SRT8 im Vergleich mit Konkurrenten Grand Cherokee SRT8 Motor/Leistung: 6,1-Liter-V8-Motor mit 426 PS und max. Drehmoment von 569 Nm. Fahrleistungen: Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,0 Sekunden. Spitze 245 km/h. Antrieb: Allradantrieb. Verbrauch: 16,4 Liter (Werkangabe). Schadstoff-Ausstoss 388 g/km. Energieeffizienz: Kategorie G. Dimensionen: Länge 4785 mm, Breite 1870 mm, Höhe 1710 mm, Radstand 2780 mm. Leergewicht 2270 Kilogramm. Preise: ab 95 900 Franken. Porsche Cayenne Turbo Motor/Leistung: 4,5-Liter-V8-Motor mit 450 PS und max. Drehmoment von 620 Nm. Fahrleistungen: Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,6 Sekunden. Spitze 266 km/h. Antrieb: Allradantrieb. Verbrauch: 15,7 Liter (Werkangabe). Schadstoff-Ausstoss 378 g/km. Energieeffizienz: Kategorie G. Dimensionen: Länge 4786 mm, Breite 1928 mm, Höhe 1699 mm, Radstand 2855 mm. Leergewicht 2430 Kilogramm. Preise: ab 154 300 Franken. BMW X5 4.8is Motor/Leistung: 4,8-Liter-V8-Motor mit 360 PS und max. Drehmoment von 500 Nm. Fahrleistungen: Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,1 Sekunden. Spitze 246 km/h. Antrieb: Allradantrieb. Verbrauch: 13,5 Liter (Werkangabe). Schadstoff-Ausstoss 324 g/km. Energieeffizienz: Kategorie F. Dimensionen: Länge 4788 mm, Breite 2170 mm, Höhe 1812 mm, Radstand 2745 mm. Leergewicht 2701 Kilogramm. Preise: ab 133 000 Franken. Range Rover Sport SC Motor/Leistung: 4,2-Liter-V8-Motor mit 390 PS und max. Drehmoment von 550 Nm. Fahrleistungen: Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,6 Sekunden. Spitze 225 km/h. Antrieb: Allradantrieb. Verbrauch: 15,9 Liter (Werkangabe). Schadstoff-Ausstoss 374 g/km. Energieeffizienz: Kategorie G. Dimensionen: Länge 4667 mm, Breite 1925 mm, Höhe 1668 mm, Radstand 2820 mm. Leergewicht 2275 Kilogramm. Preise: ab 115 400 Franken. Hummer II by GeigerCars.de Motor/Leistung: 7,0 Liter V-8 Kompressor Triebwerk mit 700 PS und max. Drehmoment von 904 Nm. Fahrleistungen: Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6.5 Sekunden. Spitze 250 km/h elektr. abgeregelt. Antrieb: Allradantrieb Verbrauch: 18,1 Liter Basisversion, Schadstoff-Ausstoss 432 g/km. Energieeffizienz: Kategorie F Dimensionen: Länge 4821 mm ohne Reserverad, 5150 mm mit Reserverad, Breite 2062 mm, Höhe 1976 mm, Radstand 3119 mm. Leergewicht (Basisfahrzeug) 3050 Kilogramm. Preise: ab 100 000 Franken (Basisversion mit 325 PS) Topversion ca. 200 000 Franken. |
Champions League |
|
| Vorstellung Jeep Grand
Cherokee "HEMI":
Dickes Auto, dicker V8 Es ist ein aussichtloses Unterfangen: Einem aufrechten Öko-Aktivisten kann man nicht erklären, warum es toll ist, einen dicken V8 zu fahren. Ebenso könnte man versuchen, einen Harley-Fahrer zum Umstieg auf einen Elektro-Roller zu bewegen. So ist es denn auch weniger eine Frage der Vernunft als des Lebensstils, ob man sich zum Beispiel einen Jeep Grand Cherokee mit den vier Buchstaben "HEMI" am Heck gönnen möchte. Für gehobenen Lebensstil sind gehobene Preise zu zahlen und auch wenn Jeep den Preis seines Spitzenmodells gerade um rund 1.300 Euro gesenkt hat, so ist der Beförderungstarif für 100 Kilometer Stadtverkehr gegenwärtig mit etwa 28 Euro zu veranschlagen. |
||
| Was man
dafür kriegt? Das erhabene Gefühl, in vorbildlicher Ruhe und
Bequemlichkeit dahin gleiten zu können, im Bedarfsfall über die
Reserven von 326 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment zu verfügen und
dem Mega-Stau querfeldein entfliehen zu können – Quadra-Drive II sei
dank. Das ist die Technik, die Jeep entwickelte, um ganz knifflige
Fahrsituationen zu meistern. Die Elektronik lenkt dann das
verfügbare Drehmoment auf das eine Rad, das noch Grip hat und schon
wühlt sich der Allradler aus dem Schlamm(massel). Und wenn denn keine herzhafte Beschleunigung, kein Zug eines bis zu 3.3 Tonnen schweren Anhängers oder das Erklimmen eines 40 Grad steilen Hangs verlangt wird, kann der Motor mit den halbkugelförmigen Zylinderköpfen ("Hemi"-sphere) auch weniger schluckfreudig sein: Dann wird die Hälfte der Töpfe vorübergehend still gelegt und der V8 wird zum Vierzylinder. Endabrechnung nach gut 1.200 winterlichen Testkilometern: 14,5 Liter Super auf 100 Kilometer. Als der erste Grand Cherokee 1993 auf der Bildfläche erschien, war es leicht, als Geländewagen mit Limousinenqualitäten Renommee zu erlangen. Die heutige, dritte Generation hat es ungleich schwerer: Nicht nur deutsche Hersteller wie BMW oder VW knabbern an Marktanteilen, auch Japan hat aufgeholt. Die Konkurrenz drückt auf die Verkaufszahlen: Etwas mehr als 3.800 Grand Cherokee wurden 2004 in Deutschland verkauft. Als Geländewagen über jeden Zweifel erhaben, muss das Auto nun auf dem schwierigen Feld der SUV punkten. Für eine nachhaltige Wirkung auf dem Boulevard ist der Grand Cherokee deshalb ein Indianer-Häuptling mit viel Federschmuck. 12,8 Zentimeter mehr Fahrzeuglänge, eine breitere Spur und eine längere Haube unterscheiden ihn vom Vorgänger. 90 Millimeter mehr Radstand kommen der On-Road-Bequemlichkeit zugute. Statt der rechteckigen Scheinwerfergläser von ehedem gibt es jetzt zwei ineinander verschobene runde Leuchtkörper. Chromleisten an den Seiten sollen die elegante Linie unterstreichen. Das Fahrerlebnis auf der Straße ist von unkomplizierter Natur. Dank des hohen Drehmoments faucht der V8 nur einmal kurz auf, um mit Druck das je nach Ausstattung bis 2.300 Kilo schwere Gefährt zu bewegen. Auch die Fahrwerkabstimmung ist eher von der stabileren Sorte, so dass die Seitenneigung des knapp 1,75 Meter hohen Aufbaus in engen Grenzen bleibt. Alle Motorvarianten werden mit einer Fünfgang-Automatik weich und unauffällig geschaltet. Auffälligste Neuerung im Innern sind die Sitze, die laut Jeep auf europäische Erwartungen abgestimmt sind. Das heißt im Klartext, straffer, stabiler und besser konturiert als die weichen Sessel früherer Modelle. Längere Schienen erlauben mehr Flexibilität, die zweite Reihe ist 17 Millimeter höher angebracht, als das vordere Gestühl, was jedoch nicht verhindert, dass man hinten mit stark angewinkelten Knien sitzt. Die Rücksitze sind zu einem eben Ladeboden umklappbar, bis zu 1.909 Liter Stauraum entstehen. Die Bodenplatte ist beidseitig verwendbar und auf der einen Seite als Wanne für schmutziges Transportgut ausgeformt. Winterliche Straßenverhältnisse können einen Jeepfahrer nicht schrecken. Der Allradantrieb wird von ABS, Antischlupf und ESP unterstützt und gibt Sicherheit. Gleichwohl sind Minustemperaturen nicht ohne, denn muss der Jeep im Freien nächtigen, stellt sich am Morgen das Gebläse der Heizung als den Aufgaben nicht gewachsen heraus. Da fehlt es spürbar an Power und es dauert ewig, bis die Scheibe frei ist. Klar, wer 52.690 Euro für sein Offroad-Hobby ausgeben kann, wird auch eine Garage haben. Aber zu einem souveränen SUV voller Saft und Kraft passt so ein schwachbrüstiger Ventilator nicht. Unterm Strich bleibt der Grand Cherokee, was er immer war: Ein vollwertiger Geländewagen, der so viel an Komfort bietet, dass er die Familienlimousine ersetzen kann. Der Dreiliter-Diesel mag der vernünftigere Motor sein, aber wer nach der Devise "Man(n) gönnt sich ja sonst nichts" lebt, für den kann es nur der V8 sein. Autor: Axel F. Busse www.n-tv.de |
|
|
| Vorstellung Jeep Grand
Cherokee 3.0 CRD: Alles im Rahmen ar - Jeep - das ist für viele deutsche Autofahrer der Inbegriff von Abenteuer, vom Fahren durch unberührte, wilde Natur und mobiler Freiheit. Diese Freiheit wurde früher mit dem Nachteil erkauft, dass die Amerikaner keinen passenden Diesel im Angebot hatten. Mit der Überarbeitung kam ein neuer Selbstzünder von Mercedes unter die Motorhaube - ein gut harmonierendes Gespann, dass Nerven und Geldbeutel schont. |
||
|
|
||
![]() |
Jeep Grand Cherokee. |
|
|
Ab 42 900 Euro beginnt die
Fahrt mit dem Selbstzünder, der 160 kW/218 PS leistet
und satte 510 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle
stemmt. In Verbindung mit dem Limited-Paket, dass bei
der Ausstattung kaum noch Wünsche offen lässt, sind 47
100 Euro fällig. Noch mehr Leder und Chrom hält das "Exclusive-Interieurpaket"
bereit, das noch einmal mit 1650 Euro zu Buche schlägt.
Das alles ist eine Menge Geld, aber dafür erhält der
Kunde auch eine Menge Auto. |
||
|
|
||