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Klimaanlage Abgesehen von der Automatisierung funktionieren alle Klimaanlagen im Prinzip gleich. Eine Autoklimaanlage ist nichts anderes als ein Kühlschrank auf Rädern. Sie "produziert" kalte Luft für den Fahrzeuginnenraum. |
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| Schematische Darstellung einer Klimaanlage | ||||||
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1 Kältekompressor mit
Elektro-Magnetkupplung 2 Kondensator ("Kühler") mit Elektrolüfter
3
Flüssigkeitsbehälter mit Filtertrockner und Schauglas 4
Expansionsventil 5 Verdampfer 6 Gebläse
7 Kapillarrohr mit Temperaturfühler 8 Ausgleichsleitung 9 Temperatur-Unterdruckschalter 10 100°C Temperaturschalter für den Zusatzlüfter auf dem Themostatgehäuse (o. Abb.) 11 52° C bzw. 62° C (6-Zylinder) Temperaturschalter an der Trocknerflasche (o. Abb.) |
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Für die Klimaanlage wird ein Kältemittel mit
einem Siedepunkt von ca. -27°C eingesetzt. Der Kompressor hat die
Aufgabe, das gasförmige Kältemittel zu verdichten, welches vom
Kondensator verflüssigt wird. Von dort fliesst das Kältemittel unter
Hochdruck zum Trockner, welcher zusätzlich als Kältemittelspeicher
dient. Das anschliessende Expansionsventil spritzt das flüssige
Kältemittel in den Verdampfer. Es regelt zudem den Kältemittelfluss je
nach der vom Fahrer am Wählknopf vorgegebenen „Wunschtemperatur“. Über
die Verdampferoberfläche wird die entstehende Verdunstungskälte an die
Umgebung – also das Lüftungs/Heizsystem abgegeben. |
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| Kältemittel | ||||||
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Das Kältemedium R12 (bekannt unter der
Bezeichnung „FREON“) ist EU-weit seit 1993/94 verboten. Alte
Autoklimaanlagen beinhalten jedoch, sofern sie intakt geblieben sind,
immer noch R12. Wird bei älteren Klimaanlagen das neueste Kältemittel
eingefüllt, entweicht es sofort wieder via
Dichtungen und Schläuche. |
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Klimaanlagen treiben Spritverbrauch
nach oben Im Schnitt treibt die Klimaanlage den Verbrauch zwischen zehn und 20 Prozent in die Höhe. - Der Vergleich des Treibstoffverbrauchs von Autos mit und ohne Klimaanlage ist so wie ihn die Empa und der TÜV Nord durchgeführt haben allerdings nicht korrekt. (Scheinwerfer simulierten die Sonneneinstrahlung auf dem Prüfstand). Autos mit Klimaanlage fahren mit geschlossenen Fenstern, das heisst der Luftwiderstand ist optimal (Karosserien werden im Windkanal darauf hin konstruiert). Autos ohne Klimaanlage fahren aber meist mit offenen Fenstern. Die dadurch entstehenden Wirbel vergrössern den Luftwiderstand gewaltig. Das führt aber wiederum zu einem Mehrverbrauch an Treibstoff. Folglich ist der tatsächliche Mehrverbrauch an Brennstoff beim Betreiben einer Klimaanlage - und geschlossenen Fenstern - wesentlich geringer als von den Testern angegeben. Mai 2006 - Klimaanlagen erhöhen den Verbrauch. Aber dass bei aktivierter Kühlung bis zu 62,2 Prozent mehr Benzin verbrannt werden sollen, scheint unglaublich. Das aber berichtete das ARD-Magazin "Plusminus" und berief sich dabei auf Untersuchungen des TÜV Nord und des Schweizer Materialforschungsinstituts Empa, die im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt wurden. Insgesamt zehn Fahrzeuge wurden in zwei Testreihen untersucht, zwischen 1,8 und 3,7 Liter Mehrverbrauch auf 100 Kilometern wurden dabei im Stadtverkehr bei 30 Grad gemessen. Weniger dramatisch war der Mehrverbrauch auf der Autobahn oder Landstraße: Dort flossen ein bis zwei Liter zusätzlich durch den Ansaugtrakt. Besonders Fahrzeuge mit kleinen Benzin-Motoren reagierten auf das Anschalten der Klimaanlage mit hohem Mehrverbrauch. Den "Rekord" hielt ein Ford Fiesta mit einem 1,3-Liter-Motor (Baureihe E4/44 kW/60 PS), der den Messungen zufolge statt vorher 9,29 dann 15,07 Liter Benzin verbrauchte, eine Steigerung von 62,2 Prozent. "Nur" 13,6 Prozent mehr Sprit konsumierte ein Volvo S60 (147 kW), der statt 14,40 mit Klimaanlage 16,37 Liter Benzin verbrauchte. Das hat auch etwas mit der Qualität der Klimatisierung zu tun. "Teure Autos haben bessere Klimaanlagen". Wenn die Elektronik mitregelt - wie im Fall einer Klimaautomatik - geht der Verbrauch weniger stark nach oben. Moderne Technik könnte Abhilfe schaffen. Die meisten Kompressoren der Klimaanlagen sind über Keilriemen mit dem Motor verbunden. Das heisst: Erhöht der Motor die Drehzahl, dann arbeitet der Kompressor unnötig mehr. Die Lösung wäre, die Kühlanlage vom Motorensystem zu trennen und mit einem Elektromotor anzutreiben. |
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| Kühlmittel der Zukunft - Aus "DIE ZEIT" Autor Christoph Drösser | ||||||
| Die Hersteller sind auf der Suche nach Alternativen zu den heutigen Kühlmitteln. Und haben auch schon eine gefunden: In den Klimaanlagen der Zukunft wird als Kältemittel Kohlendioxid (CO2) zirkulieren. | ||||||
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Kohlendioxid ist billig und ungiftig,
steht praktisch unbegrenzt zur Verfügung, und die im Auto verwendete
Menge wäre auch für die Klimabilanz vernachlässigbar. Damit es aber in
flüssiger Form in den Kühlleitungen zirkuliert, muss es erheblich
stärker zusammengepresst werden als andere Kältemittel: Während in einer
heutigen Klimaanlage ein Druck von höchstens 30 bar herrscht, muss CO2
mit bis zu 120 bar komprimiert werden. Die entsprechenden Leitungen,
Dichtungen und Druckzylinder müssen erst noch zur Serienreife gebracht
werden, und auf jeden Fall wird die Kohlendioxid-Klimaanlage teurer sein
als eine heutige. Dafür wird sie einen höheren Wirkungsgrad haben und
bis zu einem Viertel weniger Sprit verbrauchen. |
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Zulieferer Behr rechnet damit, 2007 die ersten Modelle auf den Markt bringen zu können. Die Hersteller tun gut daran, sich mit der Entwicklung alternativer Kältemittel zu beeilen. Denn die Europäische Kommission arbeitet bereits an einem Vertragsentwurf, nach dem von 2008 an die Mittel mit hohem Treibhauspotenzial durch umweltfreundlichere ersetzt werden sollen. Zwar soll es Übergangsfristen geben, aber nach 2012, so die Pläne, dürfen dann keine klimaschädlichen Klimaanlagen mehr verkauft werden. |
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Derweil arbeiten die Hersteller daran, den Klimakomfort des Autofahrers vor allem in der gehobenen Klasse noch weiter zu verbessern. Es soll nicht mehr einfach nur kälter werden im Auto, sondern differenziert kälter: Der Kopf verlangt nach mehr Kühlung als die Füße, und wenn die Sonne von rechts einfällt, soll die Anlage beim Beifahrer stärker arbeiten als beim Fahrer. Die Topmodelle regeln auch die Luftfeuchtigkeit, um die gesundheitlich nachteiligen Effekte trockener Klimaanlagen-Luft zu mildern. Daimlers Luxuskarosse Maybach schließlich kann auf Wunsch mit Solarmodulen ausgestattet werden – dann wird der Wagen schon beim Parken auf umweltfreundliche Weise vorgekühlt. |
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| impressum | ||||||
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