Modelle der Jahre 1960-1980

Mit insgesamt 28 Jahren Bauzeit 
sollte sich der CJ-5 als der langlebigste in der Baureihe der CJ  Modellpalette erweisen.

Im Jahr 1961 kam eine etwas aufgemotzte Version auf den Markt.
Der CJ-5 "Tuxedo Park".
Die Luxusversion enthielt:
Spezialfelgen, Weisswandreifen, eine Abdeckung für das Reserverad sowie eine grössere Farbpalette.

Zudem konnte der Wagen mit einem Dieselmotor geordert werden. Es war der englische 3,1-Liter Diesel der Firma Perkins. Er leistete 62 PS. Während der bekannte Benziner auf runde 75 PS kam.




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Im Jahr 1962 wurde das Extra "Parade Blue Convertible and Accessory Kit" angeboten. Unter der Bezeichnung war eine neue Farbe namens  Parade Blue zu verstehen. Das gleichnamige Kit versah das Verdeck, die Persenning und die Reserveradabdeckung mit der gleichen Farbe. Die Option war vor allem für den "Tuxedo Park" gedacht, konnte aber auch für den normalen CJ-5 geordert werden.

Um den Tuxedo Park noch stärker zu fördern, wurde das Ausstattungspaket zum Modelljahr 1964/65 zu einem eigenständigen Modell erhoben, mit der Bezeichnung CJ-5A.

Zur optischen Abgrenzung gegenüber dem CJ-5 wurden Rückspiegel, Motorhaubenverriegelung und Stossstangen verchromt.

Der Schalthebel für das 3-Gang Getriebe wurde an die Lenksäule verlegt. Das aufpreispflichtige 4-Gang-Getriebe hingegen hatte eine Knüppelschaltung.

 




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Zum Modelljahr 1966 bekam der 
CJ-5 eine stärkere Motorisierung.

Ein 3.7-Liter-V6 von GM. Der Benziner-Vierzylinder und der Perkins Diesel blieben weiterhin im Angebot.


Im Modelljahr 1969 wurde das Modell Tuxedo Park durch eine limitierte Sonderversion des CJ-5 abgelöst.

Das Modell "462" wartete mit Überrollbügeln, abklappbarem Reserveradhalter, speziellen Reifen, Unterfahrschutz etc. auf.

Chromstossstangen und andere Merkmale  des Edel-CJ Tuxedo Park waren aber weiterhin erhältlich. 

1970 brachte das Ende der Kaiser-Ära. Edgar Kaiser, zu der Zeit Vorstandsvorsitzender der Kaiser-Gruppe, setzte neue Prioritäten und konzentrierte sich auf Bergwerke, Aluminium, Chemie und Bau.

Der Verkauf von Jeep war eine der Möglichkeiten, sich verstärkt auf das Kerngeschäft zu beschränken. Ein Verkauf an die "Grossen Drei" schien aussichtslos, denn jede der Firmen hatte eigene Allradfahrzeuge und Trucks im Programm.

Da betrat die American Motors Corporation (AMC) die Bühne. Seit vielen Jahren hatte die Firma 1968/69 erstmals wieder Gewinne eingefahren. Und AMC hatte weder Trucks noch Allradfahrzeuge in ihrem Programm.

Die beiden Unternehmen erarbeiteten ein Modell, nach dem AMC Jeep kaufte. Ein Teil wurde bar bezahlt, ein Teil in Form von Aktien.

Kaiser erhielt dadurch eine Geldspritze und mit seinem Aktienanteil die Möglichkeit, jederzeit wieder im Automobilgewerbe tätig  werden zu können. Die Kaiser-Group hielt 22 Prozent  der Stammaktien von AMC und war damit der grösste Aktionär.

Der AMC Konzern hatte seine Anfänge in den 50er Jahren, als sich unter dem Druck der grossen drei Firmen (Ford, GM, Chrysler)  Studebaker, Nash, Rambler und Hudson zu einer Fusion gezwungen sahen. 1966 wurde die Firma, die unter dem Namen Rambler geführt wurde, in AMC umbenannt.

Es war eine Sammelbezeichnung für den bescheidenen Rest einer ganzen Reihe von ehemals geschätzten US-Automobilproduzenten.

Als erstes beschloss das AMC-Management die Militärfahrzeugproduktion des Jeep auszugliedern. Die zu diesem Zweck neu formierte Abteilung erhielt den Namen: AM General.

Sie ist auch heute noch - nach der Auflösung von AMC - als eigenständige Firma aktiv. Der im Golfkrieg eingesetzte "Hummer" stammt z.B. aus dieser Produktion.


Die Fusion führte langsam aber sicher zu grossen Änderungen.

Eine klarere Modellpalette war ja mehr als überfällig. Kaiser hatte noch im Jahr 1969 das Angebot auf 20 Modelle reduziert, drei Jahre davor waren es noch 48 Modelle, 1963 sogar 76 (ohne Wagoneers und Sedan Delivery) gewesen.

Die AMC-Konstrukteure überarbeiteten die gesamte Jeep-Palette. 

Der Name Gladiator verschwand, sämtliche LKW oder Trucks bekamen die Bezeichnung "J".

 


Im ersten Produktionsjahr änderte 
sich für den Jeep nicht viel. Einzig der Perkins-Diesel stand nicht mehr im Angebot.

1972 kam dann der Renegade  II mit einem  zusätzlichen Ausstattungspaket auf der Basis des CJ-5 zum Zug. Auffällige Lackierung, Breitreifen, verchromte Teile usw. 

Der Trend war klar erkennbar. Weg vom spartanisch ausgerüsteten Nutzfahrzeug hin zum freizeitorientierten Fahrzeug.

Ab Jahrgang 1973 wurden dann Motoren von AMC eingebaut.

Ein 3,8-Liter-Sechszylinder mit 100 PS, ein 4.2-Liter-Sechszylinder mit 110 PS und ebenso der erste V8, ein 5,0 Liter mit 150 PS.
Ebenfalls wurde zum erstenmal eine Servolenkung angeboten.

Auch der Renegade wurde mit dem 5.0 Liter Motor aufgewertet. Dazu kam das Trac-Loc-Sperrdifferential sowie eine Serienmässige Rücksitzbank. Die musste bis dahin immer separat geordert werden.

1975 wurde der Renegade mit einer zusätzlichen Package aufgewertet.
Die Levi`s Package.
Hier war das Interieur im Jeans-Stil gestaltet.
Zum erstenmal war es auch mög-lich ein Radio ab Werk einbauen zu lassen.

Ausserdem erhielten alle CJs einen Zweiwege-Katalysator.



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1976 wurde dem CJ eine neue, noch verwindungsfestere Rahmenkonstruktion beschert. Ebenso neue Stossdämpfer und Achsaufhängungen. Ab 1977 gab es auf Wunsch vordere Scheibenbremsen mit oder ohne Bremskraftverstärkung sowie eine Klimaanlage.

Stärker, komfortabler; der Trend war klar. Neu hinzu kam die "Golden Eagle" Ausstattungsvariante. Sie war ähnlich der Renegade Package, nur noch etwas plüschiger und die Motorhaube zierte ein goldener Adler.

Infolge verschärfter Abgasnormen sank 1979 die Leistung des V8 5.0 Lauf 130 PS.
Die des 4.2 L Sechszylinders blieb erhalten. Der 3.8 L wurde ersatzlos gestrichen.

1980 wurde ein 2.5 L Vierzylinder zum Basismotor aller CJs. Der Motor stammte von GM und leistete 82 PS. Alle Modelle wurden jetzt serienmässig mit einem Viergang-Getriebe ausgerüstet. 

Und nochmals gab es eine neue Luxusvariante. Der Laredo. Unter anderem mit Teppichboden, lederbezogenem Lenkrad und wegklappbarem Reserverad.

Die Ausstattungsvariante "Golden Eagle" wurde in diesem Jahr zum letzten mal produziert.


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