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Automatische
Reifendruck-Kontrollsysteme
Reifendruck-Kontrollsysteme könnten zahlreiche Autounfälle und
-pannen verhindern. Doch viele Hersteller wollen diese Technik nicht
serienmässig einbauen.
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Mann
unterscheidet zwei
Luftdruck-Kontroll-Systeme:
Bei indirekten Systemen wird
der Luftdruckverlust über die
Rotationsgeschwindigkeit der Räder
ermittelt. Da sich bei sinkendem Luftdruck
auch der Abrollumfang ändert, hat das
Einfluss auf die Raddrehzahl. Das wird mit
den ABS-Sensoren an den Rädern genau
ermittelt. Ein Druckverlust wird dann über
ein optisches und/oder akustisches
Warnsignal angezeigt.
Herkömmliche Rad-Reifensysteme können
natürlich auch mit einem
Luftdruckkontrollsystem ausgestattet sein
bzw. nachgerüstet werden.
Direkte Luftdruckkontrollsysteme
-
BERU-TSS-System -
Tire Savety System (BERU in
Zusammenarbeit mit BMW, Mercedes,
Porsche und VW/Audi)
- RDK -
Reifendruckkontrolle (Mercedes)
-
RDC - Reifen Druck
Control (BMW - direkt und indirekt)
- SmarTire-System
(Aston Martin, Lamborghini, Morgan)
- Pacific-System
(Lexus)
- SMSP-System
(Michelin/Schrader in Zusammenarbeit mit
Peugeot, Citroën und Renault)
- ARK (Renault)
Indirekte
Luftdruckkontrollsysteme
Weitere Systeme zur
Reifendrucküberwachung
- IVTM - Integrated
Tire Pressure Monitoring (WABCO/
Michelin)
- Tire Guard (Siemens
VDO)
- RoadSnoop (Nokian)
- X-Pressure
(Pirelli)
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Der Luftmangel im Pneu hat Folgen: Die Reifen nutzen sich
schneller ab, verursachen mehr Benzinverbrauch und CO2-Ausstoss. Nicht
zuletzt verlängert ein zu geringer Druck den Bremsweg und sorgt für mehr
Reifenplatzer.
Schweiz - Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung waren von 1992
bis 2002 insgesamt 2222 Personen in Unfälle mit defekten Reifen
involviert, 17 Menschen starben dabei. Eine neuseeländische Studie geht
sogar davon aus, dass sich das Unfallrisiko verdoppelt, wenn der
Reifendruck seit drei Monaten nicht kontrolliert wurde.
USA - Die USA gehen indes gegen den Luftmangel in Pneus vor. Seit
September 2007 sind die Hersteller dort gesetzlich verpflichtet, alle
Neuwagen mit indirekt messenden Systemen auszurüsten.
Auch der deutsche
Automobilclub ADAC verlangt schärfere Gesetze. «Besonders
Kleintransporter und Camions sollten direkt messende Systeme haben». Sie haben zumeist eine Zwillingsbereifung,
Reifenschäden blieben lange unbemerkt |
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Viele Autofahrer kennen ihre
elektronischen Sicherheitshelfer nicht
ar - Moderne Elektronik in Fahrzeugen rettet täglich Leben - wie
sie hingegen funktioniert, wissen die Besitzer der Fahrzeuge in der
Regel nicht. Einer Umfrage der Schweizer Winterthur-Versicherung hat
ergeben, das zwar 70 Prozent der Befragten wussten, was ABS (Anti
Blockier System) bedeutet, bei ESP (Elektronisches Stabilitäts
Programm) waren hingegen nur 40 Prozent, den Bremsassistenten
kannten gar nur 27 Prozent.
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Jetzt fordern die Versicherer mehr Aufklärung durch die
Industrie. Denn wer um die rettende Wirkung der Helfer weiß, wird deren
Verbreitung unterstützen und fördern, so ein Sprecher der Winterthur. 20
Jahre hat es gedauert, bis ABS flächendeckend in Neufahrzeugen eingebaut
wurde, ESP brauchte in Deutschland zehn Jahre, um salonfähig zu werden.
In anderen Ländern ist es längst nicht etabliert. Das geht aus Zahlen
der Dekra hervor. Wenn die Sicherheitssysteme und ihre Funktionsweise
bekannter wären, würde sich auch ihre Verbreitung beschleunigen, so die
Experten.
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Das Elektronische Stabilitäts-Programm würde die Zahl aller tödlich
verlaufenden Unfälle von Fahrzeugen, die nicht über ESP verfügen, um 43
Prozent reduzieren, die der Alleinunfälle mit Todesfolge um 56 Prozent.
Zu diesem Resultat kommt eine gerade veröffentlichte Studie des
nordamerikanischen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS).
Argumente für die Sicherheitssysteme zu finden, ist nicht schwer. Sie
bekannt zu machen, scheinbar schon. (ar/sb)
ESP, MASC, PSM etc.
die zunehmende Verbreitung und ihre enormen
Entwicklungsmöglichkeiten werden die Zukunft der Fahrzeug-Sicherheit
prägen
mehr...
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