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Ein wichtiger Grund, weshalb der Jeep der Kriegsjahre bei Restaurierern sehr
beliebt wurde, ist, dass er klein und auch heute noch relativ billig und
leicht zu restaurieren ist. Dies trifft auch für die Modelle CJ-2A,
CJ-3A/B und CJ-5 zu.
Die Arbeitsfolge des Restaurierens beginnt bei Profis damit, dass der Jeep
auf Unterstellböcke gehoben wird und die Räder abgebaut werden. Nach dem
Lösen der sechs Befestigungsschrauben wird die Aufbauschale abgehoben.
Nur ganze 6 Schrauben halten den einfachen Aufbau vom MB am
Fahrgestell fest. Anschliessend werden Kotflügel, Windschutzscheibe, Sitze
und Motorhaube entfernt. Dann wird alles mit einem
Dampfstrahlgerät gereinigt. Noch besser ist natürlich Sandstrahlen.
Man kann alle Teile entweder reparieren oder austauschen. Die meisten
Probleme bereitet meist die Korrosion. Wenn der Aufbau auf den Kopf
gestellt wird, kann man die Löcher entrosten und neue Bleche einschweissen.
Wenn man neue Profilstreben für die Bodengruppe herstellt und einschweisst,
wird die Festigkeit der Karosserie wesentlich erhöht.
Neue Bodys werden in Blech, Blech verzinkt, Aluminium und Polyester
angeboten.
Für Sammler werden derart neu aufgebaute Fahrzeuge wertlos.
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CJ-5 - Body |
CJ-5 Haube |
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Bezugsquellen
USA:
hier
Philippinen:
hier
Edelstahl-Body:
hier |
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Typische Mängel alter Jeeps sind: Schwache
Kupplungen, unwirksame Handbremsen und durchblasende
Zylinderkopfdichtungen. Aber wenn sie richtig gewartet und gefahren
werden, dann halten Jeeps ewig.
Der Motor sollte samt Vergaser und elektrischer Anlage ausgebaut werden.
Ebenso das Getriebe und der Kühler. Dann müssen diese Teile überholt
werden.
Eine wichtige Entscheidung bei der Restauration ist; soll alles original
bleiben? Dies hat natürlich auch einen sehr grossen Einfluss bei einem
eventuellen Verkauf, oder wenn man das Fahrzeug als Wertanlage sieht. Beim
Willys MB tragen alle 5/16 Zoll-Stehbolzen die Kennzeichnung AA oder EC
auf dem Kopf, während bei den GWP von Ford ein F im Fordschriftzug
erscheint. Kenner achten genau auf solche Details.
Sehr hilfreich bei Restaurationen sind gut
detaillierte Werkstatthandbücher. Die sind für den MB, CJ-2/3/5 auch noch
erhältlich.
Lohnt es sich einen MB zu restaurieren?
Einen JEEP - Oldtimer zu restaurieren lohnt sich immer. Wobei der ideelle
Wert im Vordergrund stehen sollte. Je beliebter das Restaurieren des Jeep
wird, um so wertvoller werden Fahrzeuge in originalem Zustand, so wie sie
einst vom Werk ausgeliefert wurden. Über den Jeep aus dem zweiten
Weltkrieg gibt es ausreichend Literatur und Originalteile oder
Reproduktionen, sie sind so zahlreich verfügbar, dass man einen Jeep
komplett aufbauen kann. Der Jeep ist das ideale Restaurierungsobjekt für
einen Anfänger.
Das investierte Kapital bleibt Ihnen erhalten - wenn Sie ihrem Fahrzeug
ein Minimum an
Pflege
zukommen lassen.
Bis und mit Jg.64/65 wurde der letzte direkte Ableger des ursprünglichen
Jeeps - der CJ-3B - gebaut. Sehr beliebt sind auch die etwas grösseren
CJ-5. (Kaiser - Jeep)
Der Preis für einen restaurierten original
Willys MB liegt zur Zeit bei rund
SFr. 20`000.-- (€ 14`000.--). Ein
MB Jahrgang 1941-42 mit geschweisstem Grill (davon wurden 25'808 Einheiten
hergestellt; die nachfolgenden Modelle verfügten über einen gepressten
Blechgrill) liegt bei ca. SFr. 50`000.--
Ein Willys MA (davon sind noch 27 Fahrzeuge bekannt) wird in den USA mit
ca. SFr. 80`000.-- gehandelt.
Man findet natürlich auch günstigere Oldtimer, nur hat man dann meist auch
eine nie enden wollende "Baustelle".
Das Angebot an Jeep-Oldtimern ab Modell MB ist recht gross.
Was kostet eine Restauration?
Das hängt sehr davon ab was sie selber ausführen können, aber auch wie
weit sie die Restauration vorantreiben wollen. Wenn sie in der Schweiz den
begehrten Veteranen-Eintrag ("Veteranen" müssen nur alle 6 Jahre zur
Kontrolle) wollen, müssen sie einiges mehr investieren, als wenn sie ihr
Fahrzeug alle 2 Jahre vorführen.
Lassen Sie das Fahrzeug von einem Berufsmann total zerlegen, alles
Sandstrahlen, Chassis verzinken, ev. original-Bauteile austauschen, können
Kosten von bis zu SFr. 50`000.-- entstehen. Sie haben dann einen absolut
neuwertigen Oldtimer, aber einen praktisch unverkäuflichen. Als "original"
wird ein solches Fahrzeug nicht mehr akzeptiert.
Einen Jeep "wieder aufbauen"
bedeutet, das Fahrzeug in einen sauberen fahrbaren Zustand zu bringen,
ohne dabei auf 100% Originalität Wert zu legen.
In letzter Zeit
kommen immer mehr nachproduzierte Teile auf den Markt.
Achten Sie beim Kauf darauf ob es sich um ein Originalteil oder eine
Reproduktion handelt. Eine Reproduktion muss günstiger sein als ein
Originalteil.
Hier erhalten Sie Ersatzteile/Werkstatthandbücher:
Caviglia Grimselweg 3 Postfach CH-6002 Luzern
Ersatzteile für alle Jeep-Modelle von 1942 bis
heute. Handbücher MB, GWP, CJ 3/5, etc. alles noch erhältlich.
Ersatzteile für ältere Fahrzeuge
wie Jeep, Haflinger, Unimog etc.
Vieles
kann hier aus Militärbeständen direkt gekauft werden,
oder es wird einem besorgt. (Ladenverkauf in Thun BE)
Original Reproduktionen von Jeep - Service -Manuals
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