Die Energie der Zukunft - Wasserstoff
Eine endlos gewinnbare Energie
 











Energie der Zukunft

Ein Sach- und Fachbuch zur neueren Entwicklung der Wasserstofftechnik und Brennstoffzellen und zur Firma Ballard Power Systems und ihrer Zusammenarbeit mit DaimlerChrysler.
Wie kam Ballard zu Brennstoffzellen? Was ist PEM-Technik? Wie wurde eine kanadische Firma zum Weltmarktführer? Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Daimler Benz
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Wasserstoff und Brennstoffzellen

Die Begriffe „Wasserstoff-Wirtschaft“ und "Brennstoffzellen-Technik" sind bereits seit geraumer Zeit in vieler Munde. Es heißt, die Wasserstoff-Technologie könne heutige Energie- und Umwelt-Probleme lösen und Brennstoffzellen seien die ultimativen Energiewandler, die uns zukünftig sauber, leise und effizient mit Strom und Wärme versorgen werden. Was ist aber tatsächlich dran an derartigen Äußerungen
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Die neuen Grenzen des Wachstums

Dieses Buch müsste Pflichtlektüre für jeden Politiker der Welt sein.

Die 1972 erschienene Studie "Die Grenzen des Wachstums" hat die umweltpolitische Diskussion der siebziger und achtziger Jahre entscheidend geprägt. Heute sind bereits einige Grenzen der Belastbarkeit überschritten, Grund für die Autoren, neue Warnzeichen zu setzen
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Was bringt
Hybrid-Technik?
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Wasserstoff-Tankstellen - weltweit

Der überwiegende Teil aller Wasserstoff-tankstellen findet sich derzeit in Europa, Nordamerika und Asien. Vor allem Kalifornien, Westeuropa und Japan sind hier die Vorreiter. Die Zahl neuer Tankstellen hat rapide zugenommen im Vergleich zu noch vor wenigen Jahren. Auch der kommende Zubau an Wasserstoff-tankstellen erfolgt vorwiegend im Rahmen umfangreicher, regionaler Strategiepläne zur Infrastruktur-entwicklung.

Das Informationssystem umfasst alle Kategorien an Wasserstoff-
tankstellen, derzeit in Betrieb befindliche, geplante Wasserstoff-
tankstellen sowie Tankstellen, die mittlerweile wieder außer Dienst gestellt sind mehr...


USA Der Alleingang in Sachen Kyoto-Protokoll stärkt das nationale Bewusstsein.

Die Klimaproblematik
ist das erste ernsthafte umweltpolitische Thema von globaler Dimension. Es gibt aber keine globale Energiepolitik.

Die Amerikaner bewerten anders als die EU


Schadstoffausstoss, Verbrauch und Lärm sind die Hauptkriterien die zur Zeit ausschlaggebend sind in der EU.

Resultate von US-Studien hingegen gehen von einem "ganzheitlichen" Ansatz aus.

Die amerikanische Studie anerkennt nämlich, dass neue Autos nicht einfach vom Himmel fallen und die alten auch nicht vom Boden verschluckt werden, wenn man sie nicht mehr braucht. Stattdessen wird von einer 'lifetime energy usage' ausgegangen - der Energie die für ein Auto vom Bau der Fabrik, über die Fertigung und den Betrieb bis zu seiner Verschrottung aufgewendet werden muss mehr...

Aber auch in den USA bleibt die Zeit nicht stehen. In der Autoindustrie haben die Amerikaner mit ihren Spritfressern momentan den Anschluss verpasst.

Wenn nun führende Private-Equity-Gruppen - die grössten Kapitalisten dieser Welt - das Steuer herumreissen, ist dies nicht verwunderlich. Sie wissen, dass über kurz oder lang verbindliche Emissionsgrenzwerte erlassen werden und ein Marktplatz für klimaschädliche Gase entstehen wird.

Als sicher gilt, dass eine Wirtschaft, die sich diesem Wandel widersetzt, technologisch ins Hintertreffen gerät und sich exzellente Exportmöglichkeiten nach China, Indien etc. vergibt.

Eine nachhaltige Klimapolitik entspringt deshalb dem puren Eigennutz der Wirtschaft.


 











 












 

   


Auch wenn in unseren Tagen die Abschätzung über das Ende von Erdgas, Erdöl und Kohle durch Entdeckung neuer Vorkommen ständig korrigiert wird, über den Rückgang dieser Energieträger
 - sowie eine sinnvollere Verwendung - herrscht Einigkeit.

Hoffnungsträger Wasserstoff
Nullemission - Brennstoffzelle - Wasserstoff. Begriffe, welche zur Zeit die Diskussion rund um nachhaltige Mobilität prägen. Wasserstoff als Treibstoff ist effizient und sauber.

Wasserstoff kann nicht wie primäre fossile Ressourcen gefördert oder wie Biomasse geerntet werden, sondern wird aus einem Brennstoff oder durch Elektrolyse von Wasser gewonnen und ist eine erneuerbare Energie. Die Effizienz, Kosten und Umweltauswirkungen der Herstellung sind deshalb entscheidend für eine Hauptrolle unter den Brenn- und Treibstoffen der Zukunft.

Wasserstoff lässt sich aus diversen primären Energieträgern und über verschiedenste Prozesse herstellen.



Quelle: Paul Scherrer Institut Villigen PSI Schweiz

Derzeit sind drei wesentliche Erzeugungspfade für den Wasserstoff von Interesse. Zum einen die Elektrolyse, betrieben mit elektrischem Strom. Als zweites die Reformierung wasserstoffhaltiger Gase wie Erdgas oder Biogas, sowie die Vergasung von Biomasse.
In Zukunft wird es noch weitere Pfade geben, etwa die Wasserstoffproduktion durch Algen oder Hochtemperaturprozesse in solarthermischen Kraftwerken.

Der Wasserstoff selbst ist immer so sauber oder nachhaltig, wie der Energieträger aus dem er hergestellt wird.

Wie ändert sich der Alltag durch die Einführung von Wasserstoff?
Am deutlichsten sichtbar werden zunächst kleinste portable Brennstoffzellen für Anwendungen wie Mobiltelefone oder tragbare Computer. Betrieben mit Wasserstoff oder Methanol erlauben sie gegenüber heutigen Akkus etwa die dreifache Betriebsdauer und sind nach wenigen Sekunden wieder "aufgeladen".


Wesentliche Aenderungen wird es im Bereich der Mobilität geben. Es gibt kaum ein Verkehrsmittel, bei dem Wasserstoff nicht eingesetzt werden kann.

Speziell die Einführung von Fahrzeugantrieben auf Brennstoffzellenbasis - das optimale Betriebsmittel für Brennstoffzellen ist Wasserstoff - hat neben der hohen Effizienz noch zusätzliche Vorteile: Der Elektroantrieb ist sehr leise und praktisch frei von Vibrationen.

Unter Beteiligung aller namhaften Automobilhersteller fahren weltweit Prototypen mit PEM - Brennstoffzellenantrieb. Allein DaimlerChrysler hat 2004 insgesamt rund 100 Einheiten von Testfahrzeugen in Europa, Japan, den USA, Singapur und demnächst auch in China im Einsatz.

Brennstoffzellen-Fahrzeug



Quelle: Paul Scherrer Institut Villigen PSI Schweiz

Challenge Bibendium 2004 - Dieser weltgrösste Wettbewerb für zukunftsweisende Antriebskonzepte fand dieses Jahr in China statt. Auf der neuen Formel-1-Rennstrecke in Shanghai.

Das vom PSI und Michelin gemeinsam entwickelte Fahrzeug erreichte in verschiedenen Disziplinen Spitzenklassierungen.


Das PSI und Michelin haben ein alltagtaugliches Fortbewegungsmittel in Leichtbauweise geschaffen, welches mit Wasserstoff und Brennstoffzellen betrieben wird. Das Fahrzeug bietet 4 Personen Platz, verfügt über eine Reichweite von 400 Kilometern und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern. Die Beschleunigung von 0 auf 100 beträgt
12 Sekunden. Eckdaten eines üblichen Kleinwagens, allerdings gepaart mit einem Vergleichsverbrauch von lediglich 2 Litern Treibstoff.


Brennstoffzellenfahrzeug mit Wasserstofftankstelle

Bereits 2001 realisierte die Firma ESORO das voll funktionsfähige Brennstoffzellenfahrzeug HyCar mehr...


Ueber eine sehr grosse Erfahrung mit wasserstoffbetriebenen Ottomotoren verfügt BMW. Seit 1979 werden mit Flüssigwasserstoff betankte Fahrzeuge versuchsweise eingesetzt.
BMW will bis 2007/8 auf Basis der aktuellen 7er-Reihe eine erste Serienlimousine anbieten, deren bivalenter Motor sowohl Benzin wie Wasserstoff in Leistung umsetzt.

Die A-Klasse von Mercedes ist von Beginn an für den Einsatz mit Brennstoffzelle vorbereitet worden.




Kaum ein anderes Fahrzeug hat einen doppelten Boden (Sandwitch-Bauweise) dieser Ausprägung. Im Motorraum ist der Verbrennungsmotor einem wesentlich kleinere Elektromotor tief unten am Achsantrieb gewichen, dessen Übersetzung zu den Antriebsrädern stehts gleich bleibt. Im Fahrzeugboden befindet sich zudem ein umfangreiches Systemmodul zur Steuerung der hydraulisch/pneumatischen und elektrischen Vorgänge.

Jeep Commander
1999 mit Brennstoffzellenantrieb




Der Jeep Commander produziert den für die Brennstoffzellen benötigten Wasserstoff an Bord aus Benzin. Diese Technologie nutzt den Vorteil der existierenden Tankstellen-Infrastruktur und ist gleichzeitig sehr viel umweltfreundlicher als herkömmliche benzinbetriebene Motoren.

Die Nutzung von Benzin zur Gewinnung von Elektrizität ist ein schwieriger Vorgang, der von DaimlerChrysler-Ingenieuren, die an der Entwicklung benzinbetriebener Brennstoffzellen arbeiten, noch immer verbessert wird. Dem Benzin wird Wasserstoff entzogen, der wiederum mit Sauerstoff vermischt wird, um Elektrizität und Wasser zu erzeugen. Die Hauptemission besteht aus Wasser. Dadurch ist der Wagen grundsätzlich emissionsfrei.

Als das weltweit einzige Elektrofahrzeug mit Vierradantrieb bietet der Jeep Commander eine um 50 Prozent höhere Kraftstoffausnutzung und um 90 Prozent niedrigere Emissionswerte als das sauberste herkömmliche Verbrennungstriebwerk, das es zur Zeit gibt.

Der Brennstoffzellenantriebsstrang des Commander ist 450 kg schwerer als der bei üblichen Geländewagen und ist von einem leichten, spritzgegossenen Plastikmantel umschlossen. Der Plastikmantel ist zu fast 100 Prozent wiederverwertbar.

Jeep Commander 2001

Der Commander 2 kopiert zwar Form und Design des ersten Commanders, das Fahrzeug wird jedoch von einem komplett überarbeiteten Brennstoffzellensystem angetrieben. Die Brennstoffzelle ist jetzt mit zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse sowie mit hochmodernen Batterien zu einem Hybrid-Elektro-Brennstoffzellenantrieb kombiniert, der einen weiteren Fortschritt in der Entwicklung extrem schadstoffarmer und sparsamer Transportmittel markiert. Der Commander 2 produziert nahezu keine Auspuffabgase und senkt den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch (Benzin-Äquivalent) um bis zu 20 Liter pro 100 km.

Um das zusätzliche Gewicht und die Mehrkosten des Brennstoffzellensystems zu kompensieren, verwendeten die Jeep-Designer DaimlerChrysler's einzigartige Spritzgußtechnologie für thermoplastische Karosserien und demonstrierten damit mögliche Gewichtseinsparungen durch Spritzgusskunststoff.

International scheint Energie-Wasserstoff endgültig im Blickpunkt der grossen Politik zu stehen. Progressiv gibt sich in erster Linie Japan - und wider Erwarten auch Amerika. Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger unterstützt bei jeder Gelegenheit den Wasserstoff-Highway, ein Netz von mittlerweile 200 Bezugsstellen für Wasserstoff.

Er ließ einen seiner Hummer-Geländewagen von General Motors auf Wasserstoffantrieb umrüsten. Schwarzenegger setzt damit beste Westküsten-Tradition fort. Denn nirgends auf der Welt sind die Abgasbestimmungen so streng wie in dem amerikanischen Sonnenstaat. Und dies trotz großer Limousinen und Geländewagen. Bereits in den 60er Jahren setzte die kalifornische Bundesregierung Standards, welche die Normen aus Washington übertrafen.


Hummer H1 Fahrzeug auf H2- BZ-Antrieb umgerüstet

Jetzt hat Kalifornien erneut Richtlinien per Gesetz verabschiedet - und könnte diesmal mehr Einfluss auf die Autoindustrie nehmen als je zuvor. Der sogenannte "Erste nationale Emissionsstandard für Autos" gilt ab 1. Januar 2006. Er weist weit in die Zukunft und fordert für alle neuen Autos, die ab 2012 in Kalifornien zugelassen werden, dass die Abgasgrenzwerte um 23 Prozent und ab 2016 sogar um 30 Prozent tiefer liegen müssen als die heutigen Werte.

Welches Konzept sich letztendlich durchsetzt ist nicht das Entscheidende. Fest steht jedoch, dass zukünftige ZEV (Zero Emission Vehicle) nur durch erhebliche Maßnahmen in der Umweltpolitik und dem Aufbau einer geeigneten Infrastruktur eine Chance zur Großserienproduktion erhalten.

Bis sich aber die neuen Produkte global durchgesetzt und bewährt haben, dürften 10 - 20 Jahre vergehen.

Weiter Infos finden Sie auf den Seiten des

Paul Scherrer Instituts
sowie auf den Seiten des
Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverbandes
Aktuelle Fachpublikationen, in Englisch
Hydrogen & Fuel Cell Letter

Informationen über die Herstellung von Wasserstoff, die Reinigung sowie die Speicherung
Hydrogeit
 

 

 

 

 

   

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